Di, 21. November 2017

Marsch durch City

19.03.2016 15:44

Demo in Wien: „Flüchtlinge willkommen“

Zahlreiche Demonstranten haben am Samstagnachmittag in Wien als Teil eines internationalen Aktionstages gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und den Flüchtlingsdeal der EU mit der Türkei demonstriert. Nach Angaben der Veranstalter seien 16.000 Menschen durch die Wiener Innenstadt marschiert, die Polizei sprach nur von 2500 Demonstranten. Die Kundgebung verlief ohne Zwischenfälle. Der Ring war für mehrere Stunden lahmgelegt.

Der Demonstrationszug unter dem Motto "Flüchtlinge willkommen! Nein zur Festung Europas!" marschierte vom Karlsplatz über die Ringstraße zum Parlament und dann weiter zum Haus der Europäischen Union in der Wipplinger Straße.

Ein Vertreter der "Plattform für eine menschliche Asylpolitik", erklärte, dass beim Parlament gegen die Abschottungspolitik der Bundesregierung protestiert wurde. Vor der EU-Vertretung wollte man darauf hinweisen, dass der Deal mit der Türkei "ein Verbrechen" sei. Als Symbol für die im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge haben die Demonstranten Schlauchboote mitgebracht.

Dem Protest angeschlossen hat sich u.a. die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun.

Auf Transparenten forderte etwa SOS Mitmensch, "Menschenwürde an die erste Stelle" zu setzen. Und Amnesty International stellte fest: "Asyl ist ein Menschenrecht". Sowohl die Veranstalter als auch die Polizei berichteten von einer friedlichen Demo ohne Zwischenfälle.

Proteste und Demonstrationen gab es aus Anlass des internationalen Anti-Rassismus-Tages auch in mehreren Städten Griechenlands, in Großbritannien, Frankreich, Polen und in der slowenischen Hauptstadt Laibach. Am Sonntag soll es auch in Australien eine Kundgebung geben.

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