Do, 14. Dezember 2017

Schwere Schäden

01.12.2015 17:06

Das große Aufräumen nach dem Monster-Sturm

Hunderte Einsätze binnen zwei Tagen: Der Sturm hielt auch in der Nacht auf Dienstag die Feuerwehren vor allem in Wien und Niederösterreich in Atem. In der Bundeshauptstadt wurde abermals die 100-km/h-Marke geknackt. Am Feuerkogel in Oberösterreich auf 1618 Metern Seehöhe wurden gar 173 km/h gemessen.

Im Großraum Wien mussten die Feuerwehrleute einmal mehr an ihre Grenzen gehen: Vorläufig stehen insgesamt rund 700 Sturm-Einsätze binnen 48 Stunden zu Buche. Darunter auch einige spektakuläre: In Wien-Landstraße löste sich etwa die Dämmung eines Wohnhauses im Ausmaß von knapp 100 Quadratmetern und drohte in den Innenhof zu stürzen. Nur wenige Straßen weiter krachte ein entwurzelter Baum auf ein Auto. Resultat: Totalschaden.

Baum kippt auf gefüllten Tank
Brenzliger Einsatz auch in Baden in Niederösterreich, wo ein Baum auf einen mit 4000 Litern Flüssiggas gefüllten Tank kippte und ein Ventil abschlug. Es bestand Explosionsgefahr. Aus dem Bezirk Wiener Neustadt, wo der Sturm mit immer noch 94 km/h tobte, wurden ebenfalls neue Schäden gemeldet. Die Asfinag reagierte und drosselte auf den Autobahnen stellenweise die Geschwindigkeit, auf den Überkopfanzeigern wurde vor Seitenwind gewarnt. Berichte über Verletzte lagen aber nicht vor.

Im Bezirk Mödling musste die Feuerwehr Wiener Neudorf lose Dachziegel sichern. Einsätze in der Folge betrafen wie schon am Vortag Werbetafeln, Baustellenzäune, Lichtkuppeln, Äste, Bäume und Dachrinnen.

Wetterberuhigung in den kommenden Tagen
Am Dienstagnachmittag flaute der Sturm dann ab - und teils starker Regen setzte ein. Es sei "Entspannung zu merken", stellte Josef Bugnar, der Kommandant der Feuerwehr Wiener Neustadt, fest. Die kommenden Tage versprechen laut Wetterdienst UBIMET eine deutliche Beruhigung mit für diese Jahreszeit zu warmen Temperaturen zwischen drei und 15 Grad.

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