Mo, 11. Dezember 2017

Start 2016 geplant

30.08.2015 08:01

Mikrosatelliten-Flotte soll vor Hurrikans warnen

Zehn Jahre nachdem der Hurrikan "Katrina" weite Teile von New Orleans in eine Trümmerlandschaft verwandelt und an der Golfküste rund 1800 Todesopfer gefordert hat, gab die US-Weltraumbehörde NASA nun den Startschuss für das Cyclone Global Navigation Satellite System (kurz: CYGNSS). Es soll die Geschwindigkeit von Wirbelstürmen messen und eine bessere Wettervorhersage ermöglichen.

Eine Flotte von insgesamt acht nur jeweils 29 Kilogramm schweren Mikrosatelliten, die in rund 500 Kilometer Höhe um die Erde kreisen werden, soll mit speziellen Instrumenten die Windgeschwindigkeiten in Wirbelstürmen an der Wasseroberfläche der Ozeane messen. Dabei nutzt das CYGNSS jene von der Meeresoberfläche reflektierte Strahlung, die ihre Quelle in den Radarsignalen des vom US-Verteidigungsministerium entwickelten Global Positioning System (GPS) hat.

"Neue Ära in der Hurrikan-Beobachtung"
Die von den Ozeanen reflektierten GPS-Signale geben laut Angaben der NASA nämlich ziemlich genau Auskunft über die Rauheit der Wasseroberfläche. Aus den solcherart erhobenen Daten lassen sich laut Angaben der am Projekt beteiligten Wissenschaftler dann indirekt die lokalen Windgeschwindigkeiten ermitteln und so die Bildung von Wirbelstürmen verfolgen. CYGNSS-Forscher Chris Ruf spricht vom "Beginn einer neuen Ära in der Hurrikan-Beobachtung".

Start für den Herbst 2016 geplant
Der erste der Kleinsatelliten, die mit ausgeklapptem Sonnensegel nur 170 Zentimeter lang sind, befindet sich laut NASA bereits im Bau, die sieben weiteren sollen in den nächsten Wochen produziert werden. Voraussichtlich im Herbst nächsten Jahres sollen die acht Mikrosatelliten gemeinsam an Bord einer "Pegasus XL"-Rakete in ihre Umlaufbahn geschossen werden.

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