Di, 12. Dezember 2017

"Überlebensdeutsch"

24.08.2015 16:37

Ehrenamtliche Deutschlehrer in Flüchtlingslagern

Die meisten der derzeit mehr als 3000 in Kärnten untergebrachten Flüchtlinge haben nur spärliche bis gar keine Deutschkenntnisse. Neben den Betreibergesellschaften und gemeinnützigen Organisationen bieten inzwischen auch freiwillige Privatpersonen, oft pensionierte Lehrer oder Studenten, Deutschunterricht an.

"Wir sind zu zweit. Und wir fangen in der ersten Volksschulklasse an", erzählt Theo Staduan. Er, ehemaliger Deutschlehrer sowie Schulleiter der Hauptschule St. Veit, und Gunther Kuchler, pensionierter Englischlehrer, unterrichten die Flüchtlinge im Friesacher Caritasheim ehrenamtlich: Vier Tage die Woche, je eine Stunde lang. Ihre "Schüler" sind 22 bis 47 Jahre alt und kommen aus den verschiedensten Bildungsschichten.

"Letzte Woche haben wir die Uhrzeiten durchgemacht. Wir konnten sogar eine eigene Tafel organisieren!" ist Staduan stolz. Am Lehrplan steht reines Basiswissen, das Ziel: einfachste Kommunikation.

"Überlebensdeutsch", so nennt es Maureen Devine von der Schweizer Firma ORS. Sie organisiert die Deutschkurse im Verteilerzentrum Krumpendorf. Oft bleiben die Menschen dort nur wenige Tage, bevor sie in ein dauerhaftes Quartier übersiedeln. Devine: "Wir bringen ihnen beispielsweise Begrüßungsfloskeln bei."

Auch in Treffen nehmen die 36 Flüchtlinge regelmäßig an Deutschkursen der Diakonie teil. Zwei Mal wöchentlich gibt’s gratis Kurse der Caritas in Klagenfurt.

Auf Gut Krumfelden wird unterdessen noch nicht unterrichtet. Man will warten, bis es feste Unterkünfte gibt.

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