Mo, 11. Dezember 2017

Aus eroberter Stadt

07.08.2015 10:53

IS-Terror: 230 Menschen in Syrien verschleppt

Kämpfer der Extremistenmiliz Islamischer Staat haben nach Angaben der syrischen Opposition Hunderte Menschen aus der Stadt Karjatain verschleppt. Nach Einnahme der Stadt in der Provinz Homs hätten die IS-Kämpfer in der Nacht mindestens 230 Menschen in ihre Gewalt gebracht, darunter mehr als 60 Christen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag.

Einige der Christen, darunter auch Frauen und Kinder, seien demnach direkt aus einer Kirche heraus entführt worden. Laut den Aktivisten seien die christlichen Bewohner der erst vor wenigen Tagen eroberten, strategisch wichtigen Stadt Karjatain ins Visier der Dschihadisten geraten, weil sie angeblich "mit dem syrischen Regime kooperiert" hätten.

IS-Nachschub soll mit eroberter Stadt gesichert sein
Karjatain ist deswegen so bedeutsam, weil sie auf dem Weg aus dem vom IS kontrollierten Palmyra in die Region Kalamun in der Provinz Damaskus liegt. Die Kontrolle über die Stadt erlaubt es laut der Beobachterstelle dem IS, zwischen dem Osten von Homs und der Region Kalamun Kämpfer und Nachschub zu befördern.

Der IS hat weite Teile Syriens und des Irak unter seine Kontrolle gebracht und dort ein radikalislamisches Kalifat ausgerufen. Im Februar hatten IS-Kämpfer über 200 Menschen aus der Gemeinschaft der assyrischen Christen im Nordosten Syriens verschleppt. Im vergangenen Jahr hatte der IS im Nordirak Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden aus ihren Gebieten vertrieben, entführt oder getötet.

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