Mi, 21. Februar 2018

Behördenfehler

11.07.2015 12:18

Kirchen-Attentäter hätte keine Waffe kaufen dürfen

Ein unzureichender Sicherheitscheck der US-Bundespolizei FBI hat dem Attentäter des Kirchen-Massakers in Charleston mit neun Toten den Kauf einer Waffe ermöglicht. Eigentlich hätte der 21-jährige Dylann Roof aufgrund einer Vorstrafe wegen illegalen Drogenbesitzes nicht an die Waffe kommen dürfen, sagte FBI-Direktor James Comey am Freitag in Washington.

Die vorgeschriebene Überprüfung des FBI durch den Waffenverkäufer hätte zeigen müssen, dass Roof in diesem Jahr bereits einmal für den Besitz von Betäubungsmitteln verhaftet worden war. "Es ist nicht klar, warum das passiert ist, aber es machte einen großen Unterschied", sagte Comey über die Lücke in der Datenbank.

Laut "Washington Post" seien die Daten des Täters anscheinend zuvor nicht richtig in das Computersystem eingetragen oder falsch behandelt worden. Offenbar seien auch bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Fehler gemacht worden. Es "reißt uns allen das Herz heraus", dass ein Versäumnis des FBI mit der Waffe zusammenhänge, mit der Roof neun Afroamerikaner tötete, so Comey.

Roof hat die Tat vom 17. Juni bei einem Bibelkreis in einer Kirche gestanden und wurde des neunfachen Mordes angeklagt. Die Ermittler orten ein Hassverbrechen mit rassistischem Hintergrund.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden