Sa, 16. Dezember 2017

Unwetter in Kärnten:

10.07.2015 18:36

Auch Helfer wurden zu Opfern

Der Villacher Feuerwehrmann Ronald Zechner ist einer von etwa 1200 ehrenamtlichen Helfern, die nach dem gewaltigen Unwetter am Mittwoch sofort ausgerückt sind, um Mitmenschen in deren größter Not zu helfen. Nach dem Einsatz mussten viele Einsatzkräfte, wie auch Zechner, zu Hause weiter aufräumen...

"Ich war einkaufen, als mich meine Tochter anrief und ins Telefon weinte. Alles ist kaputt", schildert Ronald Zechner, der Kameradschaftsführer der Hauptfeuerwache Villach: "Ich bin sofort heim gefahren, aber da ging schon der Piepser los."

Nachts musste sich der 44-Jährige dann von Kameraden ablösen lassen, weil er die Nachtschicht bei seinem Arbeitgeber Infineon antreten musste, um nach weiteren acht Stunden gegen 6 Uhr früh gleich wieder zum Aufräumen ausrücken zu können.

Erst Freitag hatte der Villacher dann Zeit, um sich um die Schäden bei ihm zu Hause zu kümmern. Denn auch das Feuerwehr-Wohnhaus direkt neben der Hauptfeuerwache, in dem Zechner gemeinsam mit einigen Kameraden lebt, wurde durch das Unwetter schwer in Mitleidenschaft gezogen. "Vor der Natur sind wir eben alle gleich", so Zechner. Mittlerweile hilft übrigens auch das Bundesheer mit schwerem Gerät beim Aufräumen.

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