Sa, 16. Dezember 2017

"Größte Bedrohung"

10.07.2015 10:47

US-General hält Russland für gefährlicher als IS

Der designierte US-Generalstabschef Joseph Dunford hat vor der Bedrohung durch Russland gewarnt. "Russland stellt die größte Gefahr für unsere nationale Sicherheit dar", sagte Dunford am Donnerstag bei einer Anhörung im Streitkräfteausschuss des US-Senats. Das russische Auftreten sei "nichts weniger als alarmierend". Nicht einmal die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat sei so gefährlich wie Russland. Als weitere Bedrohungen für die Sicherheit der USA nannte Dunford China und Nordkorea.

Russland sei eine Atommacht und habe in der Ukraine-Krise die Souveränität eines anderen Landes verletzt. Dennoch sei es wichtig, dass das Pentagon einen Gesprächsdraht zum russischen Militär behalte, um "Missverständnisse" zu vermeiden, erklärte Dunford.

Der Konflikt in der Ukraine hat zu den schwersten Verwerfungen im Verhältnis zwischen den USA und Russland seit Ende des Kalten Krieges geführt. Die USA und die Europäische Union werfen Moskau vor, die Rebellen in der Ostukraine mit Soldaten und Ausrüstung zu unterstützen. Die russische Regierung dementiert dies.

General will panzerbrechende Waffen an Ukraine liefern
Wegen der Einmischung in das Nachbarland und der Annexion der ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim haben die USA und die EU Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt. Dunford sprach sich am Donnerstag zudem dafür aus, panzerbrechende Waffen an die Ukraine zu liefern. Die Entscheidung darüber liegt aber bei US-Präsident Barack Obama, der Waffenlieferungen an Kiew skeptisch sieht.

Obama hatte den bisherigen Kommandanten der Marineinfanteristen im Mai als Nachfolger von Generalstabschef Martin Dempsey nominiert. Sollte der Senat der Personalie zustimmen, steigt Dunford zu einem der wichtigsten Berater Obamas in Verteidigungsfragen auf. Außerdem würde er zentraler Ansprechpartner von US-Verteidigungsminister Ashton Carter.

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