So, 25. Februar 2018

Mieterhöhungen

17.06.2015 16:19

Gemeinden sollen ESG-Wohnungen kaufen!

Was die St. Veiter durchziehen wollen, fordert AK-Präsident Günther Goach von allen betroffenen Gemeinden: Den Rückkauf von ESG-Wohnungen. "Das ist die einzige Möglichkeit, das Mietniveau zu stabilisieren!" Im Vergleich zum vorjahr seien die Mieten nämlich gleich um sieben Prozent gestiegen.

Bei weiteren 300 Wohnungen der ESG in Kärnten könnte es laut Arbeiterkammer noch zu drastischen Steigerungen der Mieten kommen. Der St. Veiter Stadtchef Gerhard Mock: "Weil die einst gemeinnützig errichteten Wohnungen verkauft worden sind und die BUWOG group jetzt schauen muss, dass ihre Aktionäre Geld machen."

Alle Parteien seiner Gemeinde seien für den Kauf: Derzeit mit 2,7 Millionen Euro noch tragbar. Finanziert wird der Kauf unter anderem durch Inanspruchnahme einer vorzeitigen Wohnbauförderungsrückzahlung. "Praktisch wird der Kredit über die Miete zurückgezahlt."

Machbar bei 56 Wohnungen in St. Veit oder Velden mit etwa gleich viel. Villachs Bürgermeister kann es seinem St. Veiter Amtskollegen auf keinen Fall nachmachen. Günther Albel: "Wir haben 2900 ESG-Wohnungen. Das wären Kosten von weit mehr als 100 Millionen Euro!"

Und er wettert: "Das Fürchterlichste ist, dass die Mieter ihre Wohnungen mehrmals bezahlen mussten. Erst über die Steuer, dann die Mieten, dann wurde der Investmentfonds ausgeräumt – und jetzt müssen sie über die Miete wieder das Darlehen für den Ankauf berappen."

Landesrat Gerhard Köfer kennt die Probleme mit der Genossenschaft aus der Zeit als Spittaler Bürgermeister: "Die ESG-Wohnungen sind die teuersten, die am schlechtesten gewarteten und die am wenigsten gefragten."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden