So, 20. Mai 2018

Ende einer Mission

16.06.2015 19:40

Wettersatellit TRMM in der Atmosphäre verglüht

Rund 17 Jahren lang hat der Wettersatellit Tropical Rainfall Measuring Mission (kurz TRMM) Aufnahmen von Wolken- und Sturmformationen in den Tropen zur Erde gefunkt und wichtige Daten für die Klimaforschung gesammelt. Am Dienstag trat der ausgediente Satellit in die Atmosphäre ein und verglühte dort weitgehend. Einige Teil erreichten aber die Erde, so die NASA.

Wie die US-Raumfahrtbehörde auf ihrer Website berichtete, könnten bis zu zwölf Komponenten aus Titan den unkontrollierten Eintritt von TRMM in die Atmosphäre überstanden haben und irgendwo zwischen dem 35. Grad nördlicher und dem 35. Grad südlicher Breite - Europa liegt damit nicht im Gefahrenbereich - entlang des Äquators niedergegangen sein.

Über dem Indischen Ozean verglüht?
Das Joint Space Operations Center der Vandenberg Air Force Space in Kalifornien, das den Weg von TRMM verfolgte, hatte den Zeitpunkt seines Eintritts in die Erdtmosphäre am Montag noch für Dienstag 18.02 Uhr MESZ vorhergesagt. Doch dann kam das Ende für den ausdienten Satelliten deutlich früher, als von den Experten ursprünglich erwartet. Schon kurz vor 9 Uhr MESZ trat TRMM über dem Indischen Ozean in die dichteren Schichten der Atmosphäre ein und verglühte, so die NASA auf ihrer Website.

Vor knapp einem Jahr war der Treibstoff, den der Satellit, der in rund 400 Kilometern Höhe über der Erde operierte, für Bahnkorrekturen benötigte, zur Neige gegangen. Seither hatte sich TRMM der Erde immer mehr angenähert. Im April wurde der Satellit, dessen Einsatzzeit ursprünglich nur auf drei Jahre veranschlagt gewesen war, schließlich abgeschaltet.

Im November 1997 ins All gestartet
Die Tropical Rainfall Measuring Mission war eine gemeinsame Mission der NASA und der japanischen Raumfahrtagentur JAXA mit dem Ziel, die Niederschläge in den Tropen zu orten und zu überwachen. TRMM startete am 27. November 1997 an Bord einer japanischen "H2"-Rakete vom Tanegashima Space Center ins All.

17 Jahre lang machte TRMM Aufnahmen von Wolken- und Sturmformationen in den Tropen und lieferte der Wissenschaft mithilfe seiner fünf Messinstrumente stetig Daten über Niederschlagsmengen, die Verteilung von Wasserdampf in der Atmosphäre, die Häufigkeit von Blitzen in einem Sturmgebiet sowie andere Parameter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden