Mo, 20. November 2017

Einsatz mit Erfolg

13.06.2015 11:00

Einbrecher-Trio geht Polizei-Großaufgebot ins Netz

Drei Verdächtige sind am Freitag nach einer Einbruchsserie in Mariapfarr im Salzburger Lungau festgenommen worden. Ein Großaufgebot an Polizisten mit Diensthunden hatte sich auf die Fersen der Männer gemacht. Die Einbrecher stahlen rund 20.000 Euro Bargeld aus zwei Gasthäusern, machten sich mit gestohlenen Autos und Fahrrädern davon und erbeuteten auch Münzgeld, Handys und Fotokameras.

Es war eine der größten Fahndungsaktionen im Lungau: 45 Polizisten, darunter acht Hundeführer, suchten schon am Donnerstag nach jenen zwei Moldawiern und einem Rumänen, die für neun Einbrüche in Mariapfarr und Göriach sowie drei Autodiebstähle verantwortlich sein sollen.

Bargeld, Autos, Handys gestohlen
In Mariapfarr waren die Männer in der Nacht auf den 10. Juni ins Wellnesscenter Samsunn, in eine Trafik und Firmen sowie Privathäuser eingestiegen. Beute: Handys, Bargeld, Autoschlüssel und Lebensmittel. Danach stahlen sie vom Sportplatz ein Auto, mit dem sie nach Göriach fuhren. Dort erbeuteten sie in zwei Gasthäusern mehrere Tausend Euro. Zuletzt stahlen sie bei Josef E. in Hintergöriach in der Nacht auf den 11. Juni einen BMW und einen Mercedes Vito. E. bekam das mit und verfolgte das Trio bis zum Gemeindeamt. Dort ließen die Männer die Pkws stehen und flüchteten zu Fuß Richtung Fernwald.

Schon ab Donnerstagfrüh suchte die Polizei nach dem Trio. Ein Diensthund stöberte die weggeworfenen Autoschlüssel und eine Mütze auf. Auch ein Lager der Einbrecher wurde entdeckt. In der folgenden Nacht wurden an verschiedenen Stellen Streifen positioniert. "Wir gingen davon aus, dass sie in der Nacht wieder aktiv werden", so Siegfried Aigner, Polizeikommandant in St. Michael.

Verdächtige versteckten sich im Heu
Und tatsächlich, die drei Männer versuchten um 2 Uhr, Fahrräder zu stehlen. Ein Zeuge schlug Alarm. "Wir waren schnell dort. Die drei sind aber über das Gebüsch und eine Wiese weggelaufen." Der Durchbruch gelang um 6 Uhr. "Ein Bauer aus dem Ortsteil Pirka rief uns an. Er hat bemerkt, dass das Scheunentor offen stand. Wir haben das Gebäude durchsucht. Im Heustock wurden wir fündig. Zwei Moldawier im Alter von 22 und 30 Jahren hatten sich unter den Strohhaufen versteckt", schmunzelt Aigner. Die Beamten gaben noch nicht auf.

Bürgermeister: "Das war eine Super-Leistung"
"Wir sind noch einmal mit einem Hund nach Pirka gefahren. Der schlug um 10 Uhr bei einem weiteren Bauern an: Wir kontrollierten die Scheune. Dort hat sich der dritte Mann, der Rumäne (21), ebenfalls im Heu versteckt", so Aigner. Die drei hatten jeweils knapp 3.000 Euro Bargeld dabei. Einen Rucksack mit gestohlenen Handys hatte die Polizei schon zuvor sichergestellt. Den hatten die Männer auf der Flucht weggeworfen. Und auch das in Rom gestohlene Auto, mit dem die Männer in den Lungau kamen, ist sichergestellt. Es stand in Tamsweg. "Im Namen der Bevölkerung bedanke ich mich bei der Polizei. Das war eine Super-Leistung", so Franz Doppler, der Bürgermeister von Mariapfarr, erleichtert.

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