Do, 18. Jänner 2018

"Licht bei Tag"

10.04.2006 14:36

Die meisten fahren bereits mit Licht

Etwa 90 Prozent der Österreicher fahren bereits mit Licht am Tag und haben also nichts zu befürchten, wenn am Samstag die straflose Übergangsfrist zu Ende geht. Vor Einführung der Lichtpflicht sind lediglich 60 Prozent tagsüber mit eingeschalteten Scheinwerfern unterwegs gewesen.

Seit 15. November besteht für Österreichs Autofahrer die Verpflichtung zu "Licht am Tag", bestraft werden Verstöße gegen die Vorschrift allerdings erst ab kommenden Samstag. Nach einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit fahren bereits fünf von sechs Lenkern bzw. 83 Prozent mit Licht, laut ÖAMTC sind es in Salzburg, Niederösterreich und Wien durchschnittlich 91 Prozent. Einig sind sich die Untersuchungen darin, dass im Westen die Lichtmoral schlechter ist.

Vor allem den Tirolern und Vorarlbergern dürfte die Sinnhaftigkeit von Licht am Tag im Ortsgebiet noch nicht ganz einleuchten: Mit Einschaltquoten von 58 bzw. 55 Prozent halten die beiden westlichsten Bundesländer die schlechtesten Werte. An der Spitze der Wertung liegen Niederösterreich und Wien mit jeweils über 90 Prozent.

Frauen sind disziplinierter
Männer und Sportwagenfahrer drehen das Licht am seltensten auf: Die Lenker der Boliden haben nur zu 70 Prozent im Ortsgebiet die Scheinwerfer eingeschaltet, laut Kuratorium für Verkehrssicherheit liegt die Quote bei den Männern allgemein bei 75 Prozent. Frauen am Steuer zeigen sich mit 83 Prozent vergleichsweise höchst diszipliniert.

Ein Verstoß kostet ab Samstag 15 Euro, bei einer Strafanzeige drohen bis zu 5.000 Euro. Eine Verlängerung der "straflosen" Übergangsfrist für "Licht am Tag" forderte der Verkehrsclub Österreich. Die Sicherheitswirkung der Regelung soll - besonders im Ortsgebiet - zuerst erhoben werden, erklärte der VCÖ. Für Motorradfahrer oder Fußgänger erhöhe die Maßnahme nämlich das Unfallrisiko.

 

Das könnte Sie auch interessieren
Für den Newsletter anmelden