Fr, 24. November 2017

Toter Polizist

20.04.2015 15:31

„Peter gab immer 100 Prozent“

"Wir sind aus allen Wolken gefallen. Der Schiffbänker Peter war ein sehr beliebter und hilfsbereiter Kollege. Er hat immer hundert Prozent gegeben, egal ob im Beruf oder im Sport", erzählt Herbert Gstöttner, Dienststellenleiter der Abteilung Sonderdienste bei der Linzer Polizei. Sein Kollege (52) ist - wie berichtet - beim Training für ein Motorradrennen in Landshaag tödlich verunglückt.

In Polizeikreisen gab es auch gestern nur ein Thema: Der schreckliche Unfalltod von Peter Schiffbänker sitzt vielen Exekutivbeamten in den Knochen. Schon sein Vater war ein bekannter Polizist, der Sohn sehr beliebt und als hilfsbereiter Kollege von vielen geschätzt.


"Der Peter hat alles extrem gemacht, egal ob im Beruf oder im Sport. Er war ein Spitzenjudoka, Top-Tennisspieler und hat Golf professionell gespielt. Seine größte Leidenschaft war aber das Motorradfahren", erinnert sich Dienststellenleiter Herbert Gstöttner. Schiffbänker hatte 1987 beim legendären MEK, das war das Mobile Einsatzkommando, begonnen. Er blieb auch dabei, als es nach diversen Reformen in Sektorenstreife umbenannt worden war. Sein Chef Herbert Gstöttner weiter: "Der Peter war einfach ein Hundert-Prozent-Typ - bei allem, was er gemacht hat. Wenn ich ihn zu einem Einsatz geschickt habe, dann habe ich gewusst, das passt. Er hat bei jeder Amtshandlung die richtigen Worte gefunden. Seine soziale Kompetenz hat sich auch daran gezeigt, dass er in so vielen Vereinen aktiv und gefragt war."

Schiffbänker hatte, wie berichtet, mit seinem Superbike mit der Startnummer 289 am Bergrennen in Landshaag teilgenommen. Beim freien Training verunglückte er zweieinhalb Stunden vorm Start tödlich. Er war in einer Rechtskurve links von der Straße abgekommen und auf einer Wiese weitergeschlittert. Anschließend hob er beim Überqueren eines Güterweges mit dem Motorrad ab und prallte in einer Höhe von vier Metern gegen die Ziegelmauer einer Garage.


Seine Verletzungen waren so schwer, dass für den 52-Jährigen jede Hilfe zu spät kam. Das traditionelle Bergrennen mit 270 Startern wurde dennoch abgehalten.

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