Di, 12. Dezember 2017

Schimmel verbreitet

17.04.2015 08:53

Schüler zeigen miserable Zustände in Internat auf

Braunes Wasser aus der Leitung, Schimmel an den Wänden, Steckdosen, die lose herunterhängen - katastrophale Zustände dokumentieren Schüler im Internat der Stadt Oberwart im Burgenland. Eltern der betroffenen Kinder steigen auf die Barrikaden und wenden sich an führende Landespolitiker. Sie fordern eine rasche Lösung.

"Wir wollen die Missstände aufzeigen und den Verantwortlichen vor Augen führen, dass es höchste Zeit ist, etwas zu unternehmen!" Mit diesen Worten stellt sich die öffentliche Facebook-Gruppe "Schüler im Internat der Stadt Oberwart" vor. Auf der Website dokumentieren die Schüler die Zustände im Internat.

Am Donnerstagabend fand eine Veranstaltung im Internat statt, mit der die Betroffenen zusätzlich auf ihre Lage aufmerksam machen wollten. "Der Herr Bürgermeister war dann selbst etwas überrascht, dass die Matratzen seit Bestehen des Internats in 40 Jahren immerhin einmal (!!!!) getauscht worden sind und kein einziges Bett einen Lattenrost hat", heißt es auf der Facebook-Seite.

Ärger herrschte im Vorfeld über einen angeblichen Vertuschungsversuch: So berichteten Schüler, dass der Hausmeister am Tag vor der Veranstaltung zahlreiche Schimmelflecken übermalte oder diese mit Platten verdeckte. Dennoch gebe es weiterhin einige Stellen, die die Missstände im Internat offensichtlich aufzeigen.

Verständnis kommt indes von den heimischen Grünen. Der Abgeordnete Wolfgang Spitzmüller sagt: "Leider wird das Thema Sanierung weiter auf die lange Bank geschoben, obwohl die angrenzende Schule BAKIP, die praktisch einen Gebäudekomplex mit dem Internat darstellt und sich Wasser- sowie Heizsystem mit ihm teilt, ab Juni generalüberholt wird." Abgesehen davon, dass der Internatsbeitrag empfindlich erhöht worden ist, sei die Gesundheitsgefährdung offenkundig.

Endlich eine Lösung fordern auch die Eltern. "Wir erhoffen uns nach einem persönlichen Gesprächen mit Landeschef Hans Niessl nun endlich Taten", so ein Vater. Am 23. April soll eine weitere Diskussionsveranstaltung stattfinden.

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