Mo, 23. Oktober 2017

E-Mail-Affäre

11.03.2015 09:32

Hillary Clinton bedauert ihr privates E-Mail-Konto

Die wahrscheinliche US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton hat die ausschließliche Nutzung eines privaten E-Mail-Kontos während ihrer Zeit als Außenministerin bedauert. "Rückblickend wäre es für mich besser gewesen, wenn ich zwei unterschiedliche Handys und zwei E-Mail-Konten genutzt hätte", sagte Clinton in New York.

"Aus Bequemlichkeit" habe sie sich damals aber entschieden, nur ihre private Mailadresse zu verwenden. Sie räumte ein, dass nur etwa die Hälfte ihrer E-Mails aus dieser Zeit an das Außenministerium übergeben worden seien.

Clinton, die als demokratische Präsidentschaftskandidatin 2016 gehandelt wird, ist durch die E-Mail-Affäre unter Druck geraten. Nach einem Bericht der "New York Times" besaß sie während ihrer vierjährigen Amtszeit als Außenministerin keine offizielle E-Mail-Adresse.

Mitarbeiter hätten ihre Mails zudem nicht auf den Ministeriumsservern gesichert. Stattdessen wurden die Daten auf einem Server gespeichert, der in Clintons Anwesen im US-Staat New York steht.

Politische Gegner verurteilen Clintons Vorgehen
Die Republikaner werfen der früheren Außenministerin und First Lady Geheimniskrämerei vor. Clinton erklärte dagegen, dass sie die Richtlinien der Regierung für den offiziellen E-Mail-Verkehr "voll eingehalten" habe. Außerdem betonte sie, dass sie über ihr E-Mail-Konto keine vertraulichen Dokumente verschickt habe. Ihr privater Server sei vor Hackerangriffen geschützt gewesen. "Es gab keine Verletzung der Datensicherheit", sagte sie.

Clinton hatte im Dezember 55.000 Seiten an dienstlichen E-Mails zu Archivierungszwecken an das Außenministerium übergeben. Vergangene Woche hatte sie in einer ersten Reaktion auf die Affäre versprochen, den Schriftverkehr öffentlich zu machen.

Das Außenministerium muss die Dokumente aber noch durchgehen und Stellen mit vertraulichen Angaben schwärzen. Nun sagte Clinton, dass dem Außenministerium rund 30.000 dienstliche E-Mails von ihr vorlägen. Weitere 30.000 private Mails habe sie von ihrem Server löschen lassen: "Ich hatte keinen Grund, sie aufzubewahren."

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