Mo, 18. Dezember 2017

Täter noch unbekannt

21.02.2015 16:55

UNICEF: 89 Schulkinder im Südsudan entführt

Im Bürgerkriegsland Südsudan sind mindestens 89 Schulkinder von einer bewaffneten Gruppe entführt worden. Bei den Opfern handle es sich ausnahmslos um Burschen, die jüngsten von ihnen seien 13 Jahre alt, teilte das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF am Samstag mit.

"Mindestens 89 Kinder wurden entführt, die Zahl kann aber auch viel höher sein", schlug das UNO-Kinderhilfswerk Alarm. Es sei derzeit noch unklar, welcher der bewaffneten Gruppen im Land die Entführer angehörten. Der Vorfall ereignete sich laut UNICEF im Norden des Landes.

Im Südsudan herrscht Bürgerkrieg, seit im Dezember 2013 der lange schwelende Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem früheren Stellvertreter Riek Machar eskalierte. Verschärft wird der Konflikt dadurch, dass die beiden Kontrahenten unterschiedlichen Volksgruppen angehören. Anfang Februar unterzeichneten sie zwar eine Waffenruhe, diese wurde aber wie frühere ähnliche Vereinbarungen rasch gebrochen. Der Südsudan hatte sich im Jahr 2011 vom Sudan losgelöst.

Regierung verschob Wahlen um zwei Jahre
Erst Mitte des Monats hatte die Regierung des Bürgerkriegslandes die Wahlen um zwei Jahre auf 2017 verschoben. Das Mandat von Präsident Kiir und dem Parlament seien entsprechend verlängert worden, hieß es. Demnach soll die Wahl nun am 9. Juli 2017 stattfinden. Als Grund für den Aufschub wurden die laufenden Friedensverhandlungen im Land genannt.

Das bitterarme Land im Norden Afrikas ist massiv von internationaler Hilfe abhängig. Nach UN-Schätzungen befinden sich im Südsudan rund 2,5 Millionen Menschen in einer Notsituation. Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen sind trotzdem immer wieder das Ziel von Angriffen. Auch ein UN-Hubschrauber wurde bereits abgeschossen, und mehrere UN-Soldaten wurden getötet.

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