Mo, 20. November 2017

Postenschließungen

20.12.2014 17:00

Polizei-Präsenz auf Österreichs Straßen gestiegen

Es war eines der umstrittensten Sicherheitsthemen des Jahres: die Schließungen bzw. Zusammenlegungen von landesweit 138 Polizeiposten. Aktuelle Zahlen belegen nun die ersten Auswirkungen: Demnach waren Beamte im 2. Halbjahr 2014 um rund 88.200 Stunden länger auf der Straße als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

"Im Zeitalter der Hightechkommunikation ist es nicht mehr wichtig, wie schnell die Bevölkerung bei einer Dienststelle ist - viel wichtiger ist es, dass Polizisten mobil und schnellstmöglich am Tatort sind. Denn 98 Prozent aller Notrufe gehen telefonisch bei uns ein", so Innenministerin Johanna Mikl-Leitner im "Krone"-Gespräch. Bis heute sind die Schließungen bzw. Zusammenlegungen von 138 Polizeiposten umstritten - mit aktuellen Zahlen will die Ministerin nun aber die Kritiker von der Sinnhaftigkeit der Reform überzeugen.

288.000 Einsatzstunden im Außendienst im 2. Halbjahr 2014
"Seit dem Umsetzungsstart Mitte des Jahres waren unsere Polizisten deutlich länger und öfter auf der Straße unterwegs als noch im zweiten Halbjahr 2013", so Mikl-Leitner. Die nackten Zahlen: Im Vorjahr zählte man in den letzten sechs Monaten bei den österreichweit 27.500 Beamten rund 199.800 Einsatzstunden im Außendienst, heuer sind es bereits rund 288.000 - also um 88.200 Stunden bzw. 3.675 Tage mehr.

Dabei ist das Reform-Projekt noch gar nicht beendet. Von den landesweit 138 geplanten Dienststellenzusammenlegungen bzw. -schließungen wurden bis 1. Dezember erst 117 umgesetzt. Die restlichen 21 sollen laut Mikl-Leitner in den kommenden Monaten folgen.

Sorgenkind Nummer 1: Wien. Von insgesamt 14 betroffenen Posten konnten aufgrund "komplexerer Infrastruktur" und "problematischer Mietverträge" erst vier geschlossen werden - dabei hätte man bereits mit Ende Juni die "Baustelle Bundeshauptstadt" beenden wollen.

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