Fr, 20. Oktober 2017

Keine Tunnelvariante

22.11.2014 16:58

Architektur-Wettbewerb für neuen Schwedenplatz

Im Frühjahr fällt der Startschuss zur Neugestaltung des Wiener Schwedenplatzes: Wie Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou im "Krone"-Gespräch verriet, soll Europas Architekten-Elite bei einem Wettbewerb die besten Ideen liefern. Und eine Expertise stellt klar: Eine Untertunnelung ist aus mehreren Gründen unmöglich.

"Wir werden die Stars der Architektur-Szene zu einem großen Planungswettbewerb einladen", startet Vassilakou das nächste Großprojekt. Die Planungsstadträtin sagt dazu im "Krone"-Gespräch: "Da muss einfach etwas passieren, so kann der Platz doch nicht bleiben." Auch die große Beteiligung vieler "Krone"-Leser beim Zeichenwettbewerb im Sommer hätte unterstrichen, wie sehr sich die Wiener eine Verbesserung der Situation wünschen.

Eins ist allerdings klar: Eine Untertunnelung des Schwedenplatzes wird nicht möglich sein - das stellten die Experten des Magistrats nun nach monatelanger Prüfung fest. Gleich mehrere Punkte sprechen dagegen:

  • Die Fahrbahnen des Franz-Josefs-Kais können nicht durch einen Tunnel geführt werden, weil dabei ein großer Abwasserkanal aus dem 19. Jahrhundert gequert werden müsste. Das alte Bauwerk würde die Belastung nicht aushalten.
  • Außerdem müssten die Wiener Linien ihre unterirdische Trafo-Station für die U1 und U4 verlegen. "Technisch möglich, aber teuer", sagt Vassilakou. Außerdem wären U1 und U4 beim Umbau tagelang lahmgelegt.
  • Noch ein Hindernis: Bei einer Untertunnelung steigt zwangsläufig das Oberflächenniveau. Damit müssten die Tragwerke von vier (!) Donaukanal-Brücken angehoben werden.

Die - sicher milliardenteure - Tunnelvariante fällt also weg. Vassilakou: "Trotzdem kommen sicher sehr gute Ideen, die sich auch verwirklichen lassen." So wäre etwa eine Überbauung aller Fahrbahnen möglich - samt einem neuen City-Feeling auf dieser Riesenterrasse.

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