So, 25. Februar 2018

In Syrien erbeutet

02.09.2014 14:03

IS-Kämpfer drohen Putin mit russischen Waffen

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) präsentiert in einem im Internet veröffentlichten Video nach eigenen Angaben in Syrien eroberte deutsche und russische Waffen - und sie droht damit nun auch dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Wir werden Tschetschenien und den Kaukasus befreien", erklärten die Dschihadisten.

In dem Video zeigen IS-Extremisten unter anderem alte russische Kampfjets, Artillerie sowie mehrere Raketen, von denen einige auf Deutsch mit "Lenkflugkörper DM 72 - 136 mm Panzerabwehr" beschriftet sind. Es sind die ersten bekannt gewordenen Aufnahmen aus dem vergangene Woche von der Terrormiliz eroberten Militärflughafen Al-Tabka am Ufer des Assad-Stausees im Osten Syriens.

Laut einem Bericht der Zeitung "Die Welt" handelt es sich bei den deutschen Raketen um den Typ HOT des ehemaligen deutsch-französischen Herstellers Euromissile. Die HOT-Raketen seien 1981 an die Regierung Syriens geliefert worden, die damit ihre Kampfhubschrauber ausstattete, schrieb das Blatt.

"Tschetschenien und Kaukasus befreien"
In dem Video drohen die Dschihadisten auch dem russischen Präsidenten Putin. "An Wladimir Putin", sagt ein IS-Kämpfer, "das sind russische Flugzeuge, die Du an Bashar al-Assad verkauft hast." Nun würden die Flugzeuge zurückfliegen und "Tschetschenien und den Kaukasus befreien". Moskau hatte zuletzt im Juni Kampfjets an das Regime des syrischen Präsidenten Assad geliefert.

Der UNO-Menschenrechtsrat hatte am Montag in Genf die Verbrechen des Islamischen Staats scharf verurteilt. Bei einer Sondersitzung nahmen die 47 Mitgliedsstaaten eine Resolution im Konsens an, mit der die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen für Gräueltaten gefordert wird. Die gezielte Verfolgung religiöser und ethnischer Minderheiten durch IS-Milizen stellt nach Einschätzung der UNO ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar (siehe auch Story in der Infobox).

Waffenlieferungen an Kurden im Nordirak
Bezüglich der Situation im Irak kündigte am Dienstag der australische Premierminister Tony Abbott an, schon in wenigen Tagen mit Waffenlieferungen an die kurdischen Peschmerga-Kämpfer zu beginnen. Die Grausamkeit der IS-Kämpfer rechtfertige es demnach, sie mit aller Macht zu bekämpfen. Bereits am Montag hatte der Deutsche Bundestag Regierungsplänen zugestimmt, die kurdische Armee im Nordirak unter anderem mit Panzerabwehrraketen, Sturmgewehren und Munition für ihren Kampf gegen die Terrormiliz auszurüsten.

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