Fr, 19. Jänner 2018

Ungeplanter Stopp

26.08.2014 11:25

Streit um Sitz: Flugzeug legt Zwischenlandung ein

Von einem höchst ungewöhnlichen Grund für eine ungeplante Zwischenlandung wird aus den Vereinigten Staaten berichtet: Demnach legte ein United-Airlines-Flieger einen Stopp in Chicago ein, weil zwei Passagiere bei einem Flug von Newark nach Denver wegen einer Rückenlehne in Streit geraten waren. Als dieser schließlich eskalierte, entschloss sich die Crew zur Landung.

Ausgangspunkt für den Streit war ein kleines Gerät namens "Knee Defender", mit dem sich verhindern lässt, dass der Vordermann die Rückenlehne seines Sitzes nach hinten neigen kann, berichtete am Dienstag die englische Tageszeitung "The Guardian". Ein 48-jähriger Mann hatte ein solches Gerät am Sitz vor ihm angebracht, wodurch eine Frau, die dort saß, die Neigung der Lehne nicht mehr verändern konnte.

Obwohl der Fluggast nach einer diesbezüglichen Beschwerde der gleichaltrigen Frau vom Bordpersonal darauf hingewiesen wurde, dass die Verwendung des "Knee Defender" bei United Airlines – wie bei allen großen US-Fluglinien – verboten ist, weigerte er sich, das Gerät abzumontieren. Darauf stand die Frau auf und warf ein Glas Wasser auf den Mann. Weil die Crew sich schließlich außerstande sah, den Streit zu schlichten, beschloss der Kapitän, auf dem nächstgelegenen Flughafen zu landen.

Nach der Landung in Chicago wurden die Streithähne der Maschine verwiesen. Festgenommen wurden die Frau und der Mann laut Angaben eines Flughafensprechers aber nicht. Von der US-Bundesluftfahrtbehörde FAA könnte das Duo aber zur Zahlung einer Strafe in der Höhe von bis zu 25.000 Dollar (umgerechnet knapp 19.000 Euro) verdonnert werden, berichtet der "Guardian". Der Rest der Passagier kam wegen des Vorfalls mit 100 Minuten Verspätung in Denver an.

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