Fr, 15. Dezember 2017

Kontakt via Telefon

19.05.2014 12:40

Wochenlang vermisster Pfarrer wieder aufgetaucht

Jener Geistliche, der im Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich wochenlang vermisst worden war, ist wieder aufgetaucht. Man habe telefonischen Kontakt mit ihm gehabt, erklärte die Diözese Linz am Montag. Der 54-Jährige, der eine Freundin hat, befinde sich nun mit professioneller Begleitung im Entscheidungsprozess über eine mögliche Zukunft als Ordensmann bzw. Priester.

Am 7. März hatte der Geistliche, der zuletzt als Pfarrprovisor (vorübergehender Leiter, Anm.) tätig war, einen Brief an den Linzer Bischof Ludwig Schwarz, an den zuständigen Personalverantwortlichen und an den Pfarrgemeinderat geschrieben. Darin teilte er mit, dass er einen unbefristeten und unbezahlten Urlaub nehme, um ernsthaft eine Entscheidung für sein Priestersein zu finden (Berichte siehe Infobox).

Seitdem gab es kein Lebenszeichen mehr von dem Mann - bis Anfang Mai. Vor Kurzem erklärte der 54-Jährige schriftlich, dass er seinen Dienst als Provisor beendet. Nun ist der Pfarrer einer anderen Gemeinde als Provisor tätig. Dieser berichtete davon, dass sich der Geistliche in einem Brief bei jenen entschuldigt habe, die er durch seinen plötzlichen Abgang möglicherweise verletzt hat.

Diözese: "Es geht ihm soweit gut"
Am Sonntag wurde die Gemeinde darüber informiert, dass der 54-Jährige nicht mehr zurückkommt. Man wisse, wo sich der vorübergehend Untergetauchte befindet, hieß es aus der Diözese. Er wolle aber nicht, dass sein Aufenthaltsort verraten wird. "Es geht ihm soweit gut."

Der wochenlang Vermisste ist Franziskaner und hatte 2011 um eine dreijährige Exklaustrierung (ein Leben außerhalb des Ordens, Anm.) angesucht. Seitdem war er dem Linzer Sprengel unterstellt und bis zu seinem Verschwinden Pfarrprovisor. Jetzt, nach Ablauf der Frist, sei wieder sein Orden für ihn zuständig, so die Diözese.

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