Mo, 20. November 2017

Auf A4 herumgeirrt

09.05.2014 17:01

Bgld: 23 Flüchtlinge an Autobahn ausgesetzt

Dramatische Szenen haben sich am Donnerstagabend im Nordburgenland abgespielt. 23 Flüchtlinge – darunter auch ein Vater mit seiner erst zwei Jahre alten Tochter – waren von skrupellosen Schleppern kurz nach der Grenze einfach an der Autobahn A4 ausgesetzt worden und irrten zum Teil auf der Fahrbahn umher. Nicht nur einmal entgingen die Betroffenen dabei nur knapp einer Tragödie.

Mehrere Tage lang waren die 23 Flüchtlinge - je sieben aus Somalia und Afghanistan, vier aus Eritrea, drei aus Pakistan, ein Sudanese sowie ein Iraner - im Fahrzeug zusammengepfercht unterwegs gewesen und hatten dabei Tausende Kilometer zurückgelegt. Nachdem der Wagen am Donnerstagabend die österreichische Grenze passiert hatte, stoppte das Fahrzeug plötzlich bei der Autobahnausfahrt Mönchhof. Die 23 Flüchtlinge mussten aussteigen und wurden ihrem Schicksal überlassen.

Völlig orientierungslos irrten die illegalen Grenzgänger daraufhin durch die Gegend. Augenzeugen schlugen bei der Polizei Alarm, berichteten von ihren Beobachtungen, woraufhin die Beamten unverzüglich ausrückten. Wenig später konnten sie insgesamt zwölf mit Rucksäcken bepackte Illegale entlang der A4 "auflesen".

Achtköpfige Gruppe überquerte Autobahn
Beinahe parallel gingen bei der Exekutive bereits die nächsten Anrufe aufgeregter Autofahrer ein – wieder wurden verdächtige Personen gemeldet. Diesmal sollten diese jedoch direkt auf der Autobahn herumirren. Eine beunruhigende Meldung, die sich leider bewahrheitete: Als die Beamten an der genannten Stelle eintrafen, versuchte gerade eine achtköpfige Gruppe an Illegalen, die stark befahrene, vierspurige Autobahn zu überqueren. Mehrmals konnten Pkw-Lenker folgenschwere Zusammenstöße noch in letzter Sekunde verhindern. Die Gruppe rettete sich schließlich völlig verängstigt zwischen die Betonleitwände in der Mitte der A4.

Die Polizei veranlasste daraufhin eine vorübergehende Sperre des Autobahnabschnittes und konnte die Illegalen wohlbehalten auf die andere Seite bringen. Kurz darauf gingen den Beamten dann noch zwei weitere Afghanen sowie ein Pakistani auf einem Feldweg ins Netz. Von den skrupellosen Schleppern fehlt jede Spur.

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