Do, 23. November 2017

Bilanz 2013

09.01.2014 14:50

1.700 Handys gingen in Wiens U-Bahnen verloren

Im Jahr 2013 sind gut 25.000 Gegenstände in der Wiener U-Bahn verloren gegangen - so viele landeten zumindest im unternehmenseigenen Fundbüro. "Darunter waren über 1.700 Mobiltelefone", zog Wiener-Linien-Sprecher Michael Unger im Gespräch mit krone.at Bilanz. Insbesondere bei den Handys lasse man bei der Rückgabe besondere Vorsicht walten, enthalten die elektronischen Begleiter doch oft sensible persönliche Daten ihrer Besitzer. Unter den Fundstücken waren aber auch weit skurrilere Objekte...

Natürlich würden auch andere elektronische Gegenstände abgegeben; darunter Notebooks und Tablet-PCs, Fotoapparate und Videorekorder. Allerdings kommen von diesen Dingen im Jahresverlauf nur jeweils etwa 150 Stück zusammen. "Die Dunkelziffer ist aber generell höher. Nicht alle Finder sind so ehrlich, die Objekte abzugeben", ergänzte der Sprecher.

Doch was geschieht nun mit all den Fundstücken? Zunächst bleiben die Objekte vier Tage lang in der Obhut der Wiener Linien. In dieser Zeit kann man unter der Telefonnummer 01/7909-188 nach verlorenen Dingen fragen. Das Unternehmen verzeichne laut Unger etwa 60.000 Anrufe pro Jahr. Tatsächlich abgeholt werden aber nur rund 16,4 Prozent der Gegenstände. Das liege daran, dass sich auch etliche Kleidungsstücke wie etwa Handschuhe und Schals darunter befinden, die die Besitzer ohne nachzufragen einfach abschreiben.

Ausweis und PIN-Code nötig
Will man sein gefundenes Mobiltelefon zurückbekommen, reicht es aber nicht, nur Marke oder Typ zu nennen. Man sei sich seitens der Öffi-Betriebe darüber im Klaren, dass die Geräte private Daten enthalten können, deshalb prüfe man da besonders genau nach. Der Besitzer muss einen Ausweis vorlegen, möglichst genaue Angaben zu Ort und Zeitpunkt des Verlusts machen, fallweise werde auch der PIN-Code abgefragt.

Unter den Fundstücken befinden sich aber auch Raritäten wie etwa eine Schreibmaschine. Der skurrilste Neuzugang war aber ein kompletter Kinderwagen. "Niemand scheint ihn zu vermissen", wundert sich Unger. Glücklicherweise sei aber kein Kind darin gewesen, so der Sprecher augenzwinkernd. Nach Ablauf der Vier-Tage-Frist wandern alle Gegenstände zum Fundservice der Stadt Wien.

ÖBB heben Fundstücke 60 Tage lang auf
Beim "großen Bruder", den ÖBB, landen übrigens pro Jahr "nur" knapp 21.000 Gegenstände aller Art in einem der sechs landesweiten Fundbüros. Dort werden die Sachen dann 60 Tage aufbewahrt. Meldet sich niemand - das geschieht in gut zwei Drittel der Fälle - werden die Objekte danach als Spenden einem karitativen Zweck zugeführt. Wer etwas verloren hat oder vermisst, wendet sich laut Unternehmenssprecher am besten an die Telefonnummer 05/1717.

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