Di, 12. Dezember 2017

Spärlich erschlossen

17.12.2013 10:36

Stonehenge kriegt jetzt "würdiges" Besucherzentrum

Jahrzehntelang gab es für die Millionen Besucher der Steinkreise von Stonehenge nur ein dürftig eingerichtetes Besucherzentrum. Jetzt will Großbritannien sein berühmtes prähistorisches Monument endlich besser vermarkten bzw. besser erschließen.

Sie gelten als das wichtigste prähistorische Monument Europas und als eine der Top-Attraktionen Großbritanniens - doch bisher waren die Steinkreise von Stonehenge für Touristen nur spärlich erschlossen. Nun soll das anders werden: An diesem Mittwoch eröffnet in der Nähe der Steinkolosse in der südwestenglischen Grafschaft Wiltshire ein neues Besucherzentrum, in dem sich Touristen künftig umfassend über das bis heute rätselhafte Monument informieren können. Die Planung hat Jahrzehnte gedauert, Baubeginn war im vergangenen Jahr gewesen.

Das Ausstellungshaus ist Teil einer 27 Millionen Pfund (32 Millionen Euro) teuren Entwicklung der prähistorischen Stätte, zu der auch die Schließung einer stark befahrenen Straße und der Rückbau der Landschaft um Stonehenge gehören. Jahrelang gab es Beschwerden, dass die Steinkreise und ihre Umgebung für die rund eine Million Touristen, die jährlich anreisen, nicht adäquat präsentiert werden. Zur Winter- und Sommersonnenwende versammeln sich dort auch Anhänger des Druidentums - in Großbritannien seit 2010 eine anerkannte Religion.

Rätselhafter Steinkreis
Rund um Stonehenge ranken sich bis heute viele Rätsel. Der aus mehreren Kreisen bestehende Steinring stammt vermutlich aus der Zeit um etwa 2500 vor Christus. Forscher gehen davon aus, dass er eine Art Kalender gewesen sein könnte, mit der die Sommer- und die Wintersonnenwende vorausgesagt wurden. Der äußerste von vier konzentrischen Kreisen hat einen Durchmesser von 30 Metern. Die bis zu 25 Tonnen schweren Steine wurden vermutlich aus Wales herangeschafft. In der Landschaft um Stonehenge finden sich noch weitere prähistorische Monumente.

Die UNESCO zählt die Kultstätte aus der Jungsteinzeit zum Weltkulturerbe. Bisher verlief eine verkehrsreiche Straße durch die Landschaft, das bisherige Besucherzentrum aus dem Jahr 1968 bestand aus einem kleinen Gebäude mit den nötigsten Einrichtungen.

Das neue Haus ist mehr als zwei Kilometer vom eigentlichen Steinkreis entfernt. Besucher können entweder mit einem Shuttlebus fahren oder zu Fuß einen ehemaligen Prozessionsweg aus prähistorischen Zeiten entlanglaufen. "Endlich haben wir etwas, das einer der großartigsten archäologischen Stätten der Welt würdig ist", sagte Simon Thurley von der britischen Denkmalschutzbehörde.

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