Sa, 18. November 2017

Exporte sinken

20.11.2013 14:13

Finnland sorgt sich um Zukunft der Technik-Branche

In Finnland macht man sich Sorgen um die Zukunft des Landes als Technologie-Standort. Die Zahlen in den Auftragsbüchern sind laut dem Chef des Verbandes der Technologieindustrie, Teppo Virta, auf das Niveau des Krisenjahres 2009 gesunken. Der Verkauf des Kerngeschäfts von Nokia an Microsoft sowie das Bergab bei den Kreuzfahrtwerften sei insbesondere für Südwest-Finnland zunehmend ein Problem.

Die Aufträge der Branche seien im dritten Quartal 2013 um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Auch die Exportzahlen des Industriezweiges entwickelten sich negativ, so Virta in einem Interview mit der Turkuer Tageszeitung "Turun-Sanomat".

Nokia-Talfahrt symptomatisch für finnische Wirtschaft
Länder wie Estland, Polen und Tschechien stellten für Finnland im Technologie-Bereich zunehmend eine Konkurrenz dar, so Virta. Auch für das Nachbarland Schweden sieht Virta eine düstere Zukunft. Die Lokomotive in der Branche sei zurzeit Deutschland.

Bereits vor zwei Jahren hatte Virta vor schweren Auswirkungen auf die finnische Volkswirtschaft gewarnt, falls es nicht gelingen sollte, die Talfahrt bei Nokia und in der gesamten Technologie-Branche aufzuhalten. Als Indiz dafür nannte er den parallelen Niedergang der Exportziffern.

Finanzkrise war fatal für Technologie-Branche
In den zwei Jahren nach der internationalen Finanzkrise hatte die finnische Technologie-Branche 28 Prozent im Export eingebüßt. Der Gesamtexport Finnlands war im gleichen Zeitraum (2009-2010) um 24 Prozent zurückgegangen.

Beim Nokia endete indes am Dienstag offiziell eine Ära (siehe Infobox). Die Generalversammlung des dereinst mit Reifen, Gummistiefeln, Kabeln und Fernsehgeräten groß gewordenen Konzerns segnete den Verkauf des Handy-Geschäfts an Microsoft und damit die De-facto-Abwanderung in die USA ab. Für den Verkauf stimmten über 99 Prozent der rund 5.000 anwesenden Aktionäre.

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