Mi, 18. Oktober 2017

"Demokratie 2.0"

15.09.2013 13:43

Stronach zahlt 100.000 Euro für beste Polit-Idee

Bei einem Festakt in der Wiener Hofburg hat Frank Stronach am Samstagabend den Sieger seines politischen Ideenwettbewerbs mit 100.000 Euro ausgezeichnet. Der 24-jährige Sebastian Hilscher durfte sich über den Mega-Scheck freuen. Der Oberösterreicher will das Geld in sein eigenes Unternehmen investieren. Überzeugt hat er Stronach mit seiner Idee "Demokratie 2.0".

Das Frank Stronach Institut hat junge Menschen zwischen 16 und 29 Jahren aufgerufen, die "besten Ideen für Österreich" in selbstgedrehte Videobotschaften zu verpacken und über eine Facebook-App hochzuladen. Auf die Frage "Was würdest du tun, wenn du Bundeskanzler wärst?" reichten knapp 700 junge Frauen und Männer Ideen-Clips ein, die insgesamt 9.500 Menschen mit 25.000 Stimmen in einem Online-Facebook-Voting bewertet haben.

Diese Wertung und das Urteil einer Jury, bestehend aus Stronach, seiner Listenzweiten Kathrin Nachbaur sowie zweier Marketing-Experten, waren ausschlaggebend für die Auswahl von 101 Einsendern, aus deren Kreis im Rahmen der Abschlussveranstaltung am Samstagabend der Sieger gekürt wurde.

99 Teilnehmer erhielten jeweils 500 Euro
Zunächst erhielten 99 Platzierte Schecks über je 500 Euro von Nachbaur überreicht. Entgegen den ursprünglichen Plänen bekam die Zweitplatzierte nicht nur 500 sondern 5.000 Euro. Den großen Scheck über 100.000 Euro an den Sieger überreichte schließlich Stronach selbst.

Der Gewinner ist gebürtiger Niederösterreicher, der in Oberösterreich als Geschäftsführer bereits ein Unternehmen für Systemschaltungen leitet. Die 100.000 Euro will Sebastian Hilscher nun in sein Unternehmen investieren. Überzeugt hat er mit seiner Idee einer "Demokratie 2.0". Er geht davon aus, dass nicht nur ein Unternehmen genau wissen muss, was seine Kunden wollen, sondern auch der Staat, dessen Kunden die Bürger sind, muss wissen was, diese wollen. Über Internet soll der Staat herausfinden, was die Bürger wollen und dann darauf eingehen.

Stronach: "Investment in die Zukunft"
Die eingereichten Vorschläge der anderen Kandidaten reichen von einer Staatsausgaben-Mitbestimmung, über ein Arbeitsrecht für alle ohne behördliche Bewilligung, einem Wahlrecht für Kinder und einer Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaften bis zu einem Tabakverkaufsverbot. Stronach bezeichnete das von ihm für diesen Zweck gestiftete Geld als "Investment in die Zukunft". "Die Jugend ist die Zukunft Österreichs", sagte der Parteigründer.

Nachbaur erzählte in ihrer Einleitung, dass Stronach einen solchen Jugendwettbewerb schon 1995 in Kanada ins Leben gerufen hat, der dann auch zu einem TV-Format gemacht wurde. Einer der Gewinner habe es etwa zur rechten Hand von Premierminister Stephen Harper gebracht, verwies sie auf die Aufstiegschancen der Kandidaten. Auch in einigen europäischen Ländern habe es dieses Fernseh-Format gegeben, etwa in Deutschland unter dem Titel "Ich kann Kanzler". In Österreich habe es der ORF jedoch abgelehnt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).