Di, 12. Dezember 2017

Neue Details bekannt

05.09.2013 12:24

Taliban-Angriff 2012: Prinz Harry wurde versteckt

Erst jetzt sind neue Details rund um einen Taliban-Angriff auf jenes Militärcamp in Afghanistan bekannt geworden, in dem der britische Prinz Harry im vergangenen September stationiert war. Offenbar konnte ein Anschlag auf den Queen-Enkel nur knapp verhindert werden - Harry habe blitzschnell in Sicherheit gebracht werden müssen, so ein neuer Bericht.

Anfang September 2012 erklärten die radikalislamischen Taliban, man habe einen "bedeutenden Plan" ausgearbeitet, um Prinz Harry in Afghanistan zu töten. Dieser tat für drei Monate auf der von Großbritannien betriebenen Basis Camp Bastion - mit 28.000 weiteren Soldaten - Dienst als Hubschrauberpilot. NATO-Chef Anders Fogh Rasmussen tat die Drohung zu dem Zeitpunkt noch ab: "Das ist kein Grund zur Sorge."

Vier Stunden lang tödliches Chaos
Nur wenige Tage danach, am 14. September, aber starteten die Terroristen ihren Mordversuch: 15 schwer bewaffnete Taliban-Kämpfer, verkleidet in US-Armee-Uniformen, liefen nachts in der Basis Amok. Vier Stunden lang dauerten die Kämpfe in dem als zuvor für unangreifbar gehaltenen Camp. Zwei US-Marines wurden dabei getötet, Dutzende Soldaten verletzt sowie acht Flugzeuge im Gesamtwert von 200 Millionen US-Dollar (151,5 Millionen Euro) zerstört oder schwer beschädigt.

Briten-Prinz blitzschnell in Sicherheit gebracht
Prinz Harry jedoch kam unbeschadet davon. Wie das "GQ"-Magazin nun berichtet, habe er dies dem Mut und der Zusammenarbeit von britischen und US-Soldaten zu verdanken. Die Briten hätten zu allererst eiligst den royalen Sprössling in ein Hochsicherheitsgebäude in der Nähe gebracht, so der Bericht. Anschließend hätten sie sich mit den amerikanischen Soldaten zusammengeschlossen, die bereits dabei waren, die Angreifer ins Visier zu nehmen.

Taktik der Taliban anfangs erfolgreich
Das sei angesichts der Taktik der Taliban sehr schwierig gewesen, so die "GQ" - die Attentäter waren in Fünfergruppen unterwegs, mit schweren Waffen wie Granatwerfern ausgestattet und wussten die Lichtquellen geschickt zu umgehen. In der Dunkelheit und wegen zahlreicher Explosionen und Brände sei es schwer gewesen, Freund von Feind zu unterscheiden. Das riesige Camp, das eher einer Kleinstadt glich, habe es noch schwerer gemacht, die Angreifer aufzuspüren.

Zu laxe Sicherheitsvorkehrungen?
Die Rettung brachte schließlich ein Helikopterpilot, der per Funk anordnete, dass alle Soldaten gleichzeitig auf die Feinde schießen sollten. So seien die Ziele quasi aufgeleuchtet, heißt es im Bericht. 14 Angreifer seien getötet, nur einer verletzt gefangen genommen worden. Die US-Marine habe trotz der Vorwürfe zu laxer Sicherheitsvorkehrungen keine formelle Untersuchung des Vorfalls eingeleitet, berichtet die "GQ".

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