Mi, 22. November 2017

Schwere Vorwürfe

02.07.2013 17:02

Buben belästigten Schülerinnen (10) bei Klassenfahrt

Die Klassenfahrt zum Appelhof im Naturpark Mürzer Oberland in der Steiermark hat für die Viertklässler der Volksschule Gerasdorf in Niederösterreich offenbar in einem Desaster geendet. Die Mädchen sollen - so die Vorwürfe besorgter Eltern - von frühreifen Gästen belästigt worden sein. Zudem steht der Vorwurf im Raum, einige der Lehrer hätten ihre Aufsichtspflicht verletzt.

Die Projekttage am Appelhof werden die Schüler der 4. Klasse wohl nicht so schnell vergessen. Erst Tage nach der Rückkehr erfuhren die Eltern der betroffenen Mädchen und Buben Details über die Klassenfahrt. Und die wandten sich in ihrer Verzweiflung an den Wiener Bezirksrat Hans Jörg Schimanek. Er erzählt: "Die Kleinen verbrachten den Abend offenbar in dem zur Disco umfunktionierten Turnsaal, wo auch andere, viel ältere Gäste gefeiert und vor allem getrunken hatten."

Doch das soll nicht alles gewesen sein. Als sich die zehnjährigen Mädchen auf ihr Zimmer zurückzogen, standen plötzlich fremde Burschen vor ihrer Türe. "Die Schülerinnen schilderten ihren Eltern auch von anderen Seltsamkeiten auf dem Balkon", so Schimanek weiter, ohne auf Details einzugehen.

"Lehrpersonal kam zur Gänze seiner Aufsichtspflicht nach"

Dabei drängt sich unweigerlich die Frage nach dem Verbleib der Lehrer zu diesem Zeitpunkt auf. Am nächsten Morgen sollen jedenfalls auf jenem Tisch, an dem die Betreuer abends gesessen waren, leere Sektflaschen gestanden haben. Die "Krone" fragte bei der zuständigen Direktorin nach, die die Vorwürfe zurückweist. "Das Lehrpersonal kam zur Gänze seiner Aufsichtspflicht nach", so die offizielle Erklärung der Schule.
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