Fr, 24. November 2017

Grünes Pfeifkonzert

25.04.2013 21:48

Tirol-Wahl: Strache warf sich letztmals ins Gefecht

Die FPÖ hat bei ihrer letzten Großveranstaltung zur Tiroler Landtagswahl noch einmal Heinz-Christian Strache ins Gefecht geworfen. Bei einer passabel besuchten Kundgebung vor dem Goldenen Dachl zog der FPÖ-Chef gegen ÖVP, SPÖ und Team Stronach vom Leder und forderte die Interessierten auf, ihre Stimme nicht zu verschwenden, sondern seiner Partei zu schenken. Der größere Teil der Rede wurde von einem gellenden Pfeifkonzert von grünen Sympathisanten begleitet.

Der FPÖ-Chef zeigte sich zwar über die "Chlorophyll-Marxisten" im Auditorium empört, ließ sich aber nicht davon abhalten, rund eine Stunde lang umfassend über die politische Konkurrenz herzuziehen. VP-Landeshauptmann Günther Platter bezeichnete er erneut als den schlechtesten Tiroler Landeschef aller Zeiten. Die SPÖ wiederum machte Strache für die hohen Mietpreise verantwortlich, im Team Stronach schließlich ortete er "Abfallorangen".

Erneut Ausländer im Visier
Zwar gab es kaum ein Thema von den Linken bis zur EU, das der FP-Chef ausließ, Stimmung kam aber – wenn überhaupt – bloß auf, wenn Strache das Ausländerthema hochzog. Eindringlich warnte er vor Verhältnissen wie in seiner Heimatstadt Wien, wo das Motto heiße: "Willst du eine Sozialwohnung haben, musst du ein Kopftuch tragen." Gegen Ausländer habe er freilich nichts, betonte Strache, doch lehne er Gegengesellschaften, Asylbetrug und Zwangsbeschneidungen ab.

Vor dem Bundesparteichef durften sich auch die lokalen FP-Größen ans Publikum wenden. Spitzenkandidat Gerald Hauser sprach zum wiederholten Mal das Thema Agrargemeinschaften an und entrüstete sich, dass die ÖVP den Gemeinden ihr Eigentum vorenthalte. Der Innsbrucker Spitzenkandidat Rudi Federspiel setzte hingegen ganz auf die Ausländerkarte: "Nicht Asyl, sondern Schubhaft" sei in vielen Fällen vonnöten.

Polizei beendete Pfeifkonzert
Größere Zwischenfälle gab es bei der Veranstaltung nicht. Die Polizei sorgte nur nach einiger Zeit dafür, dass dem Pfeifen der Grün-Sympathisanten ein Ende bereitet wurde. Davor hatte bereits ein kahlgeschorener Strache-Sympathisant einem der Aktivisten die Pfeife aus dem Mund gerissen und auf den Boden geworfen.

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