Di, 21. November 2017

Böse Worte

12.02.2013 16:10

Filmkritiker nennt Melissa McCarthy ein „fettes Nilpferd“

Am vergangenen Wochenende ist der Film "Identity Thief – Voll abgezockt" in den US-Kinos gestartet, er hat bislang rund 40 Millionen Dollar eingespielt und sich somit Platz eins der Kinocharts erkämpft. In der Hauptrolle: Melissa McCarthy, die in den Staaten jetzt aber nicht wegen des Filmerfolgs Schlagzeilen macht, sondern weil ein Kinokritiker sie als "fett" beschimpft und ein "Nilpferd" genannt hat.

In der vorigen Woche veröffentlichte Rex Reed seine Filmkritik zu "Identity Thief" im "New York Observer", für den er regelmäßig schreibt. Der Film sei grottenschlecht, befindet der 71-Jährige darin und greift zudem mit unfeinen Worten das Gewicht von Protagonistin Melissa McCarthy - bei uns vor allem durch ihre Rolle in "Gilmore Girls", aber auch durch ihre letztjährige Oscar-Nominierung für "Brautalarm" bekannt - an.

So vergleicht Reed die Schauspielerin in seinem Artikel als "weibliches Nilpferd", erklärt, ihr Körper habe die Größe eines Traktors, und befindet zudem, McCarthy sei "riesig". "Melissa McCarthy ist ein Comedy-Kasper und hat ihre kurze Karriere darauf aufgebaut, zu gleichen Stücken fettleibig und widerlich zu sein", schreibt der Kinokritiker weiter.

"Will mich nicht selbst fertigmachen"
In US-Medien hat diese Kinokritik eine derart große Welle der Empörung ausgelöst, dass sich Reed mittlerweile bemüßigt gefühlt hat, seine Worte abzuschwächen. Es sei ihm nur darum gegangen zu verdeutlichen, dass Fettleibigkeit eine gefährliche Krankheit sei, so der Kritiker.

Melissa McCarthy jedenfalls hat sich bislang zu den harschen Worten von Reed nicht geäußert. Vor einigen Wochen sprach sie jedoch in einem Interview mit "UsWeekly" über ihr Gewicht. "Ich weiß auch nicht, warum ich nicht dünner bin", meinte sie damals. "Ich trinke kaum Soda, ich esse keine Süßigkeiten und wir essen zu Hause gesund. Manchmal wünsche ich mir, ich hätte auf magische Weise Kleidergröße 36 und müsste nie wieder einen Gedanken daran verschwenden. Aber komischerweise bin ich gesund, also versuche ich, mich nicht selbst fertigzumachen."

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