So, 22. April 2018

Neue Ermittlungen

21.05.2012 12:31

Gemeinschaftliche Vergewaltigung: "DSK" schuldig?

In der Affäre um einen Callgirl-Ring hat die französische Justiz nun Vorermittlungen gegen Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung angeordnet. Dies teilte die Staatsanwaltschaft im nordfranzösichen Lille am Montag in einer Erklärung mit. In der Affäre geht es um Sex-Partys in Luxushotels, an denen der einstige Hoffnungsträger der französischen Sozialisten teilgenommen hat.

Die Staatsanwaltschaft in Lille wirft Strauss-Kahn auch "organisierte Zuhälterei" vor, dazu läuft bereits ein Ermittlungsverfahren. Nun ordnete sie auch Untersuchungen zum Vorwurf gewalttätiger Sex-Pratiken an. Strauss-Kahn hat zwar zugegeben, an einer Reihe von Sex-Partys in Paris, Brüssel und Washington teilgenommen zu haben. Er versichert aber, nicht gewusst zu haben, dass es sich um Prostituierte handelte.

"Nie Verkehr unter Zwang"
Strauss-Kahn widersprach zudem den Aussagen eines Callgirls, wonach sie bei einem der Abende im Dezember 2010 in Washington gegen ihren Willen zu Sex-Praktiken gezwungen worden sei.

Es habe "nie Verkehr unter Zwang" gegeben, versicherte der frühere IWF-Chef nach einem Bericht der Zeitung "Le Monde" von Ende März. Strauss-Kahn sprach dem Bericht zufolge von einer "Lüge". Die Frau, die sich belgischen Ermittlern gegenüber geäußert hatte, erstattete nie Anzeige. Die Partys wurden von Geschäftsmännern bezahlt. Unklar ist, ob sich Strauss-Kahn über die Herkunft des Geldes im Klaren war.

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