Fr, 23. Februar 2018

Bus-Attentat

01.03.2012 14:12

Bombe in Istanbul verletzt mindestens 16 Menschen

Unbekannte Täter haben am Donnerstag mit einem Bombenanschlag auf einen Polizeibus in der türkischen Metropole Istanbul mindestens 16 Menschen verletzt. Laut Behördenangaben wurde die an einem Motorrad befestigte Bombe in der Nähe des Istanbuler Hauptquartiers der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP per Fernsteuerung gezündet. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sprach in einer ersten Reaktion von einem "Terroranschlag".

Erdogan sagte, bei der Explosion seien 15 Polizisten und ein Zivilist verletzt worden. Der Bus, der 21 Beamte transportierte, sowie mehrere Fahrzeuge in der Nähe wurden bei dem Anschlag schwer beschädigt. Augenzeugen sprachen von einem Feuerball, der den Bus erfasst habe. Durch die Wucht der Explosion wurden auch die Scheiben umliegender Gebäude eingedrückt.

Polizei suchte nach zweitem Sprengsatz
Die Polizisten waren mit dem Fahrzeug als Wachleute postiert. In der Nähe befinden sich das AKP-Parteibüro und auch die Zentrale des türkischen Unternehmerverbandes Müsiad. Wie der türkische Nachrichtensender NTV meldete, suchten Experten die Umgebung des Tatorts nach einer möglichen weiteren Bombe ab - es sei aber kein zweiter Sprengsatz gefunden worden.

Zu dem Anschlag bekannte sich bislang niemand. Die Methode und der verwendete Sprengstoff könnten aber darauf hindeuten, dass die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hinter der Gewalttat steckt. Die unter anderem von der Türkei und der EU als Terrororganisation eingestufte PKK kämpft seit 1984 gegen den türkischen Staat.

Erdogan: "Terror weiter entschlossen bekämpfen"
Der Istanbuler Gouverneur Hüseyin Mutlu sagte laut NTV, es gebe noch keine Hinweise auf die Täter. Auch sei es zu früh, um über eine mögliche Täterschaft der PKK zu reden. Erdogan deutete jedoch an, dass er die Organisation hinter dem Anschlag vermutet: "Wir werden den Terror weiter entschlossen bekämpfen. Ich glaube, dass der Terror durch die Koordination aller unserer Sicherheitsbehörden jeden Tag an Stärke verlieren wird."

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