Di, 22. Mai 2018

"Willkommen daheim"

15.12.2011 09:54

Obama ehrt Irak-Heimkehrer und lobt ihren Einsatz

Vor heimkehrenden Soldaten hat US-Präsident Barack Obama das Ende des Militäreinsatzes im Irak als nationalen Erfolgsmoment gefeiert. Der Präsident lobte am Mittwoch auf der Militärbasis Fort Bragg im Bundesstaat North Carolina die "außergewöhnlichen Errungenschaften" der USA in dem fast neunjährigen Einsatz. Zugleich gedachte er der mehr als 4.400 US-Soldaten, die in diesem Krieg ums Leben kamen.

"Willkommen zu Hause", rief Obama der jubelnden Menge zu. Vor der Kulisse von Transportflugzeugen und wüstenfarbenen Armeefahrzeugen erinnerte der Präsident an das "Kämpfen und Sterben" sowie an das "Bluten und Aufbauen" der US-Soldaten, das schließlich zu diesem "Moment des Erfolges" geführt habe. Dank ihrer "Opfer" hätten die Iraker nun ihr eigenes Schicksal in der Hand.

"Wir hinterlassen einen souveränen, stabilen und selbstständigen Irak, mit einer vom Volk gewählten Regierung", sagte Obama, der mit seiner Frau Michelle nach Fort Bragg gekommen war. "Und wir beenden einen Krieg nicht mit einer finalen Schlacht, sondern mit einem finalen Marsch nach Hause."

Einmarsch in den Irak unter Bush im Jahr 2003
Obamas Vorgänger George W. Bush hatte im Frühjahr 2003 gegen heftigen internationalen Widerstand den Einmarsch in den Irak befohlen und Machthaber Saddam Hussein gestürzt.

Als Abgeordneter im Senat seines Bundesstaates Illinois hatte Obama den Einmarsch einst als "dummen Krieg" bezeichnet und war 2008 mit dem Versprechen in den Präsidentschaftswahlkampf gezogen, den Militäreinsatz zu beenden. In seiner Rede erinnerte Obama nun daran, dass der Krieg "eine Quelle für große Kontroversen" in den USA gewesen sei.

Bis zu 170.000 US-Soldaten waren im Irak stationiert
Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren 2007 rund 170.000 US-Soldaten im Irak stationiert. Im Oktober 2011 hatte Obama den Abzug so gut wie aller Truppen bis Jahresende angekündigt (siehe Infobox). Die USA und der Irak führten danach aber Verhandlungen über den Verbleib Tausender US-Soldaten zur Ausbildung einheimischer Sicherheitskräfte. Die Gespräche scheiterten, weil Bagdad den US-Militärs keinen Schutz vor Strafverfolgung gewähren wollte.

Der Irak hat in den vergangenen Jahren eigene Armee- und Polizeikräfte mit einer Stärke von mehr als 900.000 Mann aufgebaut, die künftig die Stabilität garantieren sollen.

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