So, 19. November 2017

„Vogue“-Premiere

13.12.2011 15:12

Streep: „Bin die älteste Person aller Zeiten am Cover“

Mit 62 Jahren hat es Meryl Streep zum ersten Mal auf das Cover der "Vogue" geschafft. Grund genug für die zweifache Oscar-Gewinnerin zu scherzen, sie sei wohl die älteste Person aller Zeiten, die es auf das Titelblatt des berühmten Magazins geschafft habe.

Die Chancen, es einmal auf den Titel der "Vogue" zu schaffen, habe sie mittlerweile recht gering eingeschätzt, gibt Streep im Interview mit einem Augenzwinkern zu. "Ich scherzte eben mit den Damen. Und ich sagte ihnen, dass ich wahrscheinlich die älteste Person aller Zeiten bin, die je auf dem Cover der 'Vogue' war."

Mit ihren 62 Jahren gehört die Schauspielerin in Hollywood noch lange nicht zum alten Eisen. Streep konnte in den vergangenen Jahren mit Filmen wie "Der Teufel trägt Prada" und "Mamma Mia!" von sich reden machen, für ihre Rolle der Julia Child in "Julie und Julia" wurde sie sogar für einen Oscar nominiert. Doch vor rund 20 Jahren sei das anders gewesen, so Streep.

Mit 40 Jahren habe sie nämlich gedacht, dass ihre Karriere vorbei sei. "Ich erinnere mich, dass ich mich meinem Ehemann zuwandte und sagte: 'Also, was sollen wir tun? Weil es vorbei ist.'" Dreimal habe sie zu dieser Zeit das Angebot bekommen, eine Hexe zu spielen. "Sobald Frauen aus dem gebärfähigen Alter raus sind, konnten sie nur als auf irgendeinem Level grotesk angesehen werden", erinnert sich die Schauspielerin an ihren Ärger.

Umso mehr genieße sie jetzt, dass sie die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher in ihrem neuen Film "The Iron Lady" im Alter von 49 bis 85 Jahren darstellen darf. Auch wenn sie mit der Politik von Thatcher nicht immer übereinstimme. "Bei jedem Charakter, den ich spiele, wird sie zu mir an den Stellen, an denen ich sie treffe. Es ist einfach, sich Menschen vom Leib zu halten und zu verurteilen", so Streep. "Natürlich, man kann die Methoden und die Taten und die Mängel verurteilen – aber in diesem Körper zu leben, ist eine ganz andere Sache. Und es macht zu einem gewissen Grad demütig und verärgert, genauso wie es ist, in deinem eigenen Körper zu leben. Weil du dann dein eigenes Versagen erkennst, und ich habe keinen Zweifel daran, dass sie ihres erkannte."

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