Sa, 16. Dezember 2017

Gefährliches Gift

03.12.2011 17:07

Viper biss Pfleger in die Hand - Mann auf Weg der Besserung

Der Oberrosenauerwald im hohen Norden Niederösterreichs - normalerweise nur Heimat von Fuchs, Reh und Hase. Doch bei einem Tierhändler im gleichnamigen Dorf tummeln sich auch Exoten. Einer davon, die Great Lakes Bush Viper, biss am Freitag einen Tierpfleger. Ihr Gift hätte den Mann beinahe das Leben gekostet.

Der 39-Jährige hatte gegen 11.30 Uhr die Schlangen gefüttert und umgesiedelt, als die etwa ein Jahr alte, 30 Zentimeter lange Atheris nitschei (so ihr lateinisch-zoologischer Name) dem Mann - blitzschnell und ohne Vorwarnung - in die Hand biss.

Der Schock saß tief - und die Schmerzen müssen wohl übermächtig gewesen sein. Sofort alarmierte Werner B., der Chef des Pflegers aus Groß Gerungs, die ASBÖ-Samariter im Ort. Der vom Reptil Malträtierte wurde ins Krankenhaus der Barmherzigen Brüder nach Linz geflogen.

"Keine Schmerzen mehr"
"Er hat die Nacht gut überstanden, keine Schmerzen mehr, und es kam zu keinen Blutungen. Je mehr Zeit vergeht, desto geringer wird das Risiko", sagte der behandelnde Oberarzt Dr. Robert Buder.

Durch das Gift der Schlange werde die Blutgerinnung gestört, erklärte die Spitalssprecherin Doris Nentwich. Bei einer Verletzung würde ein Gebissener verbluten, weshalb man bei Transport und Behandlung des Mannes besonders vorsichtig sein musste.

Samstagmittag dann eine weitere Besserung: Der Gebissene wollte schon wieder zu seinen dennoch heiß geliebten Schlangen zurück. "Übers Wochenende muss er aber noch bei uns auf der Intensivstation bleiben", so Nentwich.

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