Fr, 23. Februar 2018

Sauschnell

15.04.2005 16:54

Mutige Schweine bei der chinesischen Olympiade

Sauschnell, saugut, saugeil – es hat seinen Grund, dass Superlative gerne mit Borstentieren gebildet werden. Und das wird gerade in China beweisen. Bei der Schweineolympiade messen sich besonders trainierte Ringelschwänzler in menschlichen Disziplinen.

Laufen, springen, schwimmen - was menschlichen Sportlern recht ist, ist saumäßigen billig. Bei den „Pig Olympics” rittern die Vierbeiner in einem großen Stadtpark in Schanghai wetteifern derzeit die Schweine um die obersten Plätze auf dem Stockerl. Vor Tausenden von begeisterten Zuschauern. Sie hüpfen über Hürden und durch Reifen, stürzen sich von hohen Hindernissen und schwimmen um die Wette; immer mit dabei die Besitzer und Trainier der sportlichen Borstentiere. Zweimal täglich fällt der Startschuss in den unterschiedlichen Disziplinen.  

Die Sportschweine gehören zu einer speziellen Miniatur-Rasse aus Thailand und werden nicht viel größer als herkömmliche Ferkel. Sie beginnen schon kurz nach der Geburt mit dem professionellen Training für die alljährlichen Spiele - im Alter von etwa einem Jahr gehen sie dann meist zum ersten Mal an den Start.  

Schweine-Wettbewerbe sind in China nicht nur bei jungen Zuschauern sehr beliebt. Besonders für die Großstädter ist die Schweine-Olympiade eine willkommene Möglichkeit, die Tiere, die man sonst nur bei einem Ausflug aufs Land zu sehen bekommt, aus nächster Nähe zu bestaunen. „Sie sind gar nicht so faul und träge wie wir immer dachten”, erzählen ein paar begeisterte Erstklässler. Gell, da saust!

 

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