Mo, 23. Oktober 2017

Hand abgetrennt

12.06.2011 10:28

Mann steckt nach Arbeitsunfall 30 Minuten in Maschine

Dramatische Szenen, bei dem einem 42 Jahre alten Maschinisten die rechte Hand abgetrennt wurde, haben sich am Samstagabend in einer Lungauer Holzverarbeitungsfirma abgespielt. Der Mann war in eine Förderschnecke geraten und konnte sich nicht selbst befreien. Erst ein Jäger hörte nach etwa einer halben Stunde die verzweifelten Rufe des Schwerverletzten.

Der Mann war nach einer Störungsmeldung zu seiner Firma in St. Michael gefahren. Eine Förderschnecke in dem Betrieb hatte sich mit Sägespänen verstopft. Der Arbeiter öffnete die Fördertrommel und griff mit der rechten Hand hinein, um Sägespäne zu beseitigen. Plötzlich setzte sich die Förderschnecke in Bewegung und zerfleischte dem Maschinisten die rechte Hand bis zum Unterarm.

Dem Mann, der sich selbstständig nicht mehr befreien konnte, gelang es, das Stromkabel abzutrennen und so die Maschine zum Stillstand zu bringen. Doch der Schwerverletzte war völlig alleine in der Werkshalle, er konnte in seiner dramatischen Notlage nicht einmal mit seinem Handy einen Notruf absetzen, da es außer Reichweite lag.

Jäger befreit Maschinist aus Förderschnecke
Ein 47-jähriger Jäger, der in der Nähe des abgeschieden liegenden Betriebs war, hörte nach etwa einer halben Stunde die Hilferufe des verzweifelten Arbeiters und wurde zum Lebensretter. Der Jäger konnte das Schutzblech der Maschine abmontieren, die Schnecke händisch zurückdrehen und so das Unfallopfer befreien.

Der Verletzte wurde vom Notarzt versorgt und ins Krankenhaus nach Tamsweg gebracht. Der Schockzustand dürfte einen noch lebensbedrohlichen Blutverlust verhindert haben, hieß es seitens der Polizei.

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