Mo, 18. Dezember 2017

Mordalarm in Linz

05.05.2011 10:24

34-Jähriger lag nach Streit tot in seiner Wohnung

Mordalarm in Linz: Ein Neffe hat Mittwochmittag seinen toten Onkel (34) in dessen Wohnung in einem Mehrparteienhaus gefunden. Die Wohnung der vierköpfigen Familie im Stadtteil Neue Heimat war verwüstet. Der Bosnier hatte seine Frau (35) und die beiden Kinder (fünf und elf Jahre alt) zuvor geschlagen. Eine Obduktion soll die Todesursache klären.

Der Tote lag bäuchlings in verkrampfter Stellung am Boden, seine Stirn war an ein Sofa angelehnt, ein Unterarm blutverschmiert. Die Polizei alarmierte daraufhin das Landeskriminalamt, Spurensicherung und Mordkommission rückten bei dem frisch sanierten Mehrparteienhaus an.

Frau mit Kindern geflüchtet
Bei den Ermittlungen ergab sich folgendes Bild: Der zweifache Vater war drogensüchtig und nahm am Drogenersatzprogramm teil. Am Dienstagnachmittag kam es zu einem Streit mit seiner Frau, dabei wurde er laut ihrer Aussage handgreiflich.

Die Frau flüchtete schließlich gegen 20.30 Uhr mit ihren beiden Kindern aus der Wohnung. Sie brachte das Mädchen, das an einer Infektion litt, ins Kinderspital und verbrachte die Nacht mit dem kleinen Sohn in den Spitalsfoyers von Kinderklinik und AKh.

Vor Wut Wohnung zertrümmert
Inzwischen bekam ihr Mann laut Landeskriminalamt Besuch und war erst ab 22.30 Uhr wieder alleine. Er soll sich dann fünf Stunden lang eingesperrt und die ganze Wohnung zertrümmert haben.

Bei der Leiche waren laut Auskunft der Ermittler auf den ersten Blick keine größeren Verletzungen erkennbar. Da aber ein Gewaltverbrechen nicht auszuschließen war, wurde nach Abschluss der Tatortuntersuchung eine gerichtsmedizinische Obduktion angeordnet.

von Christoph Gantner ("OÖ Krone") und krone.at

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