Mo, 21. Mai 2018

Selbst verletzt

21.04.2011 10:25

Mann belügt Polizei und verursacht Cobra-Einsatz

Ein 20-Jähriger aus dem Drogenmilieu hat mit einer Lüge einen Einsatz der Cobra verursacht. Weil er von seinen Angehörigen Geld wollte, erfand der junge Mann die Geschichte, wonach er bei einer Gruppe Tschetschenen Schulden aus einem Drogengeschäft habe. Die Männer hätten zur Bekräftigung ihrer Forderung Zigaretten auf seinem Unterarm ausgedrückt. Wie sich nun herausstellte, soll sich der Mann die schweren Verletzungen selbst zugefügt haben.

Der Vorarlberger erklärte, von den Dealern Heroin erhalten, aber das Suchtgift im Wert von 200 Euro nicht bezahlt zu haben. Diese Händler hätten nun die Geduld verloren, ihn misshandelt und ihr Geld verlangt. Die Angehörige, an die er sich mit der Bitte um Geld wandte, informierte jedoch ohne das Wissen des Suchtkranken die Polizei.

Bei der geplanten Übergabe am Bahnhof Dornbirn wollte die Exekutive einschreiten. Das Einsatzkommando Cobra stand bereit, kam jedoch vermeintlich zu spät, weil der Mann seiner mitgereisten Angehörigen erklärte, dass der Übergabeort kurzfristig geändert worden sei.

Haut wegen Brandmalen verpflanzt
Man habe von Anfang an Zweifel an der Geschichte gehabt, hieß es bei der Exekutive. Als die Beamten den Mann im Spital besuchten, wo ihm wegen der über 40 Zigarettenbrandmale Haut verpflanzt werden musste, gab der Suchtkranke schließlich zu, die Geschichte erfunden zu haben. Er habe sich die Verletzungen im Drogenrausch selbst zugefügt. Er wird wegen Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung und weiterer Delikte angezeigt.

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