Sa, 18. November 2017

Kuriose Sparvariante

08.01.2011 19:01

Lärmschutzwand in Seekirchen hat eine 25-Meter-Lücke

Viele Jahre hat es gedauert, bis die Seekirchner im Ortszentrum durch Wände vor dem Bahnlärm geschützt wurden. Doch jetzt klafft ausgerechnet bei der großen Unterführung eine Lücke. Darunter leiden die Pensionsgäste des Hirschenwirtes: "Es gibt jedes Mal einen Knall, wenn ein Zug die Stelle passiert." Es geht dabei um 25 Meter...

"Alle Interventionen bei den ÖBB sind bisher leider im Sand verlaufen", so Seekirchens Vizebürgermeister Helmut Naderer: Die Bahn ließ nämlich zwischen der großen Unterführung und dem Lagergebäude der Firma Selmer an der Wallerseestraße eine 25 Meter lange Lücke. Ihre Begründung: Das dort direkt vorbeiführende Gleis des Güterbahnhofs erlaube an der Stelle keine Lärmschutzwand.

Halbseitiger Lärmschutz sorgt für Knall
Doch die Rail Cargo schloss im abgelaufenen Jahr zahlreiche Güterbahnhöfe – darunter auch den von Seekirchen. "Seit dem 12. Dezember ist der Güterbahnhof im Ort Geschichte", weiß Vize Naderer. Doch das Loch in der Lärmschutzwand existiert immer noch. Weil es auf der anderen Seite der Gleise aber einen durchgehenden Schutzbau gibt, hat die 25-Meter-Lücke nun fatale Folgen für die Pensionsgäste des nahen Hirschenwirtes und die Bewohner aller umliegenden Häuser: Es schnalzt offenbar ohrenbetäubend, wenn ein Zug diese Stelle passiert. An Schlaf seid da nicht mehr zu denken.

ÖBB "sollen bitte keine halben Sachen machen"
Naderer verlangt nun von der Bahn, dass die Lärmschutzwand deshalb so rasch wie möglich verlängert wird: "Erstens zahlen Salzburg und die Stadtgemeinde Seekirchen ja ohnehin mit. Und wenn die ÖBB dabei schon zehn Prozent Errichtungshonorar kassieren, dann sollen sie bitte keine halben Sachen machen." In Seekirchen will man jedenfalls keine Ruhe geben, bis dieser Schildbürgerstreich beseitigt ist, und dem Minister schreiben.

von Wolfgang Weber, Kronen Zeitung

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