Mo, 20. November 2017

Mordfall Schnabel

05.11.2010 12:12

Entscheidung über Anklage soll noch in diesem Jahr fallen

Im seit 18 Jahren ungeklärten Salzburger Mordfall Silke Schnabel soll noch vor Jahresende entschieden werden, ob Anklage gegen einen 52-jährigen verdächtigen Arbeiter erhoben wird. Das teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg, Barbara Feichtinger, am Freitag mit. Das Oberlandesgericht Linz hat nicht nur die Beschwerde von Verteidiger Karl Wampl gegen die U-Haft seines Mandanten abgewiesen, sondern vor wenigen Tagen auch seinen Einspruch gegen die Fortführung des Verfahrens.

Der Staatsanwaltschaft liegt nun auch das Ergebnis einer molekular-biologischen Untersuchung der im Jahr 1992 einige 100 Meter vom mutmaßlichen Tatort entfernt aufgefundenen Damenwäsche vor. An den Textilien hafteten weder DNA-Spuren des Mordopfers noch des Verdächtigen.

Die Fundstücke dürften mit dem Mordfall nichts zu tun haben, hieß es. "Schon damals haben die Ermittler keinen Zusammenhang gesehen. Deshalb wurde die Wäsche von der Gerichtsmedizin nicht untersucht", sagte Opferanwalt Stefan Rieder.

Gutachten belastet Arbeiter
Der inhaftierte Arbeiter bestreitet die Tat, er wird allerdings von einem Gutachten des Täterprofilers Thomas Müller belastet. Laut einem psychiatrischen Gutachten war der Verdächtige zum Tatzeitpunkt auch zurechnungsfähig. Die 17-jährige Salzburgerin wurde in der Nacht auf 11. Juli 1992 in der Stadt Salzburg an der Salzachböschung vergewaltigt und erwürgt. Ihre Leiche tauchte am 21. Juli bei Ranshofen (Oberösterreich) aus dem Inn auf. Das Mädchen wurde in der Tatnacht zusammen mit dem Arbeiter gesehen.

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