Fr, 24. November 2017

Buslenker verurteilt

31.10.2010 16:58

Überlebende nach Busunfall (16) kämpft um Geld

Vor einem Jahr hat sie nur dank einer glücklichen Fügung einen Busunfall am Linzer Bahnhof überlebt – seither kämpft eine 16-Jährige aus Grein mit den psychischen Folgen des Traumas. Sie bekam 4.200 Euro Schmerzensgeld, ihr Anwalt fordert nochmals 3.800 Euro, benötigt dafür aber ein Gutachten.

Bei dem grauenhaften Unfall hatte der Buslenker (44) das Mädchen und seine Freundin (beide damals 15) aus Niederneukirchen am Schutzweg übersehen und überrollt. Eines der beiden Opfer hatte keine Chance, war sofort tot. Das andere wurde zwanzig Meter weit mitgeschleift, weil der Lenker trotz eines "Rumplers" einfach weitergefahren war.

Das Mädchen überlebte leicht verletzt, aber schwerst geschockt. Der Buslenker wurde für seinen tödlichen Fehler am Linzer Bezirksgericht von Richter Hermann Pichlmayr – wie berichtet – wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu einer unbedingten Geldstrafe von 4.800 Euro verurteilt.

Die Überlebende wird wahrscheinlich noch lange unter den Folgen des erlittenen Traumas leiden. Wie sehr, soll ein psychiatrischer Gutachter feststellen. Dessen Expertise wird entscheiden, ob das Mädchen wegen allfälliger Dauerfolgen auch später noch eine Entschädigung einklagen kann, erklärt sein Anwalt Gerold Ludwig aus Stadt Haag (Niederösterreich).

von Christoph Gantner, ("OÖ Krone") und ooe.krone.at
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