Mi, 22. November 2017

Rettungsheli

20.09.2010 09:40

Kasse zahlt nur selten Einsätze bei Freizeitunfällen

855 Mal ist der ÖAMTC-Rettungshubschrauber "C 10" aus Hörsching im vergangenen Jahr zu Patienten geflogen. Die Kosten für einen Flugeinsatz betragen im Schnitt 2.400 Euro. Doch die Krankenkasse übernimmt in 30 Prozent der Fälle keine Kosten: Freizeit- und Sportunfälle seien ein "freiwilliges Risiko".

Pro Einsatzminute kostet der ÖAMTC-Heli 77,90 Euro. Da wird der Einsatz vor allem bei einer Seilbergung oder einer Suchaktion schnell einige Tausend Euro teuer. Gerade diese Einsätze werden aber nur selten von der Krankenkasse unterstützt. Erst wenn der Patient eine sehr schwere Verletzung wie einen Wirbelbruch hat, zahlt die Kasse 894 Euro dazu. Längst nicht alles. Bei Risikosportarten wie Paragleiten rät der ÖAMTC überhaupt zu einer Extra-Versicherung, da zahlt die Kasse nichts.

Kostenübernahme bei medizinischen Notfällen
Anders bei medizinischen oder anderen Notfällen, die nicht durch erhöhtes Risiko verursacht wurden: Bei Herzinfarkt & Co. zahlt die Kasse 950 Euro und den Rest der ÖAMTC. Genauso bei Arbeitsunfällen. Bei Verkehrsunfällen übernimmt die OÖGKK 1.800 Euro, den Rest wieder der Autofahrerclub: "Dafür sind wir da, wir sind gemeinnützig", erklärt Eva Alscher vom ÖAMTC das finanzielle Dilemma.

Von den 855 "C 10"-Einsätzen im Jahr 2009 waren 69 Arbeitsunfälle, 72 Haushaltsunfälle, 110 Verkehrsunglücke, 32 Skiunfälle und 46 andere Sportunfälle – wie beim Wandern (acht), Tauchen (einer), Reiten (elf) oder Paragleiten (einer).

Kronen Zeitung

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