Fr, 24. November 2017

Folge von Migräne

15.09.2010 14:48

Britin wacht mit stark französischem Akzent auf

Kay Russell aus Gloucestershire in Südwestengland versteht die Welt nicht mehr - und umgekehrt: Die unter Migräne leidende Frau wachte eines Morgens mit einem derart starken französischen Akzent auf, dass selbst langjährige Freunde große Probleme hatten, die 49-Jährige zu verstehen.

Verantwortlich für die Akzentverschiebung ist das "Fremdsprachen-Akzent-Syndrom" (kurz: FAS), das in äußerst seltenen Fällen als Folge von Gehirnerkrankungen auftreten kann. FAS greift dabei jene Teile des Gehirns an, die für das Sprechtempo und die Sprechgeschwindigkeit verantwortlich sind.

"Ich fühle mich wie ein anderer Mensch"
"Man verliert seine Identität. Ich fühle mich wie ein komplett anderer Mensch", sagt die verzweifelte Engländerin der Londoner Tageszeitung "Guardian". "Ich vermisse nicht nur meine Stimme, sondern auch die Person, die ich einmal war."

Die frühere Verkaufsleiterin, die aufgrund der "Sprachschwierigkeiten" sogar ihren Job aufgeben musste, sprach davor mit einem typisch englischen Akzent. In Frankreich war sie in ihrem Leben erst zweimal.

Seit 1941 erst 60 Fälle
"Viele Menschen, die unter FAS leiden, sprechen von einem Verlust ihres früheren Akzents und beklagen sogar den Verlust von Teilen ihrer Persönlichkeit", sagt Nick Miller, der sich als Professor an der Universität von Newcastle mit FAS beschäftigt. Weltweit sind seit 1941 erst 60 Fälle dieser Krankheit bekannt.

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