So, 19. November 2017

Betrugs-Prozess

09.07.2010 11:45

Linzer wollte Auto von Altkanzler Kreisky kaufen

"Es war immer eine Geschichte dahinter", versucht ein Opfer zu erklären, warum es einem Betrüger Geld überwiesen hat. Bis zu 30 Prozent Zinsen pro Monat stellte ein 56-Jähriger in Aussicht. Mit der Rückzahlung wird es noch dauern, denn nun soll er drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis.

Vom Charisma, mit dem er Akademiker, ehemalige Bankvorstände und Kunden seines Autohandels dazu gebracht hat, Millionen in Fantasiegeschäfte zu investieren, ist beim Betrugsprozess vor dem Linzer Richter Klaus Bittmann nichts, aber auch gar nichts mehr zu spüren. Fast schon teilnahmslos hört der übergewichtige Angeklagte die Anschuldigungen der Zeugen, die er laut Anklage um 2,5 Millionen Euro geprellt haben soll.

Knast statt Luxus
Ihnen hatte er vorgemacht, er brauche Bares, um den Bentley von Altkanzler Kreisky zu kaufen. Oder in ein Donauschiff, in ein Schloss oder eine Mercedesflotte zu investieren. Tatsächlich verwendete er das Geld, um andere Opfer mit kleinen Rückzahlungen bei Laune zu halten. Was die Zeugen nicht zugeben: Auch die traumhaft hohen Zinsen haben sie angelockt. Urteil: drei Jahre plus drei Monate Haft, nicht rechtskräftig.

Kronen Zeitung
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden