So, 22. Oktober 2017

Herr auf der Alm

20.06.2010 11:05

Kampf der Noriker in Rauris – Sieger 2010 heißt „Titan Vulkan“

Beim Bodenhaus im Rauriser Tal haben am Samstag 2.500 Pferdefans den Wettstreit der Hengste verfolgt. Denn was einst ein normaler Almauftrieb war, entwickelte sich immer mehr zu einem spektakulären Schaukampf. Heuer rang "Titan Vulkan XVII" alle nieder, er wird für die nächsten Monate der unumstrittene Herr auf der Grieswies-Alm sein.

Um die 4.000 Noriker-Pferde gibt es noch im Salzburger Land, zehn der stärksten Kaltbluthengste trafen am Samstag beim Rauriser Bodenhaus aufeinander. Matthias Schnitzhofer, Chef der 876 Hektar großen Grieswies-Genossenschaft: "Heuer haben wir diesen Schaukampf zum 18. Mal durchgeführt. Früher war das ein ganz normaler Almauftrieb, wegen des enormen Interesses war es aber jetzt nötig, alles ein wenig in geordnete Bahnen zu lenken."

Gewinner hat das Sagen auf der Alm
Und 2.500 Pferdefreunde verfolgten das Abtasten und den Kampf der Hengste mit, beobachteten wie sich die Noriker untereinander Respekt verschafften. "Der Gewinner", so Schnitzhofer, "hat dann 100 Tage lang das Sagen auf der Grieswies-Alm. Ihm folgen die anderen Pferde, er ist mit dem heutigen Tag als Leitfigur anerkannt."

Und diesen Titel konnte heuer der erst sechsjährige, braune Noriker-Hengst "Titan Vulkan XVII" von Bauer Anton Wieser aus Kuchl erringen. Gemeinsam mit weiteren 138 Pferden, 366 Rindern, 162 Schafen und Ziegen wird er den Sommer auf den Grieswies-Weiden bei Kolm Saigurn verbringen, ist somit der "König" des Almsommers.

Noriker gewinnen wieder an Ansehen
"Wir freuen uns darüber, dass unsere schönen Noriker-Pferde gerade bei der Jugend wieder mit Begeisterung aufgenommen werden", so Matthias Schnitzhofer. Das war nicht immer so: Noch in den 70er-Jahren war dem Bauern ein imposanter Traktor wichtiger als ein "unnützes" Pferd. Heute sind die stattlichen Noriker gerade beim Freizeitangebot auf dem Bauernhof nicht mehr wegzudenken: "Es gehört sozusagen zum guten Ton, ein fesches Pferd vorzuweisen."

Wie es auch Ludwig Wiesmann aus Goldegg, Markus Rainer (Rauris), Siegfried Imlauer (Saalfelden), Johann Resch (Faistenau), Erika Fallenegger (Flachau) und Johann Meisnitzer (Taxenbach) am Samstag mit ihren Hengsten taten: Ein Tier prächtiger als das andere!

Kronen Zeitung

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