Mo, 18. Dezember 2017

Forderung an Politik

15.05.2010 17:38

Kajetanerplatz soll bald völlig frei von Autos werden

Wenn im September die Tiefgarage bei den Barmherzigen Brüdern fertig wird, dann sollten auch die Autos vom Kajetanerplatz und aus der Kaigasse verschwinden. Das wünschen sich Kaufleute und Wirte im Viertel. Doch die Parkgesellschaft, an der Stadt und Land beteiligt sind, pocht auf den Vertrag und die Einnahmen.

Es geht um 200.000 Euro Jahreseinnahmen, die Stadt und Land am Kajetanerplatz an Parkgebühren einstreichen. Und die man offiziell als Ausgleich zum verlorenen Platz am Bahnhof benötige, so der Chef der Parkgaragen Alfred Denk. Daran spießt sich momentan ein autofreier Kajetanerplatz…

Und damit bringt Denk nicht nur Wirt Peter Bernhofer (im Bild) auf die Palme: "Es kann einfach nicht sein, dass wir hier im Kaiviertel jetzt auch noch die Zeche für die Fehlplanung der Stadt am Bahnhof zahlen sollen."

In Geiselhaft der Parkgesellschaft
Kaufmannschaft und Wirte fordern: Gebt uns den Kajetanerplatz endlich zurück! Für Feste, für Themenmärkte und für die Menschen im Viertel. Für die Besucher, die sich dann nicht mehr zwischen den geparkten Blechkarossen durchdrängeln müssen. Bernhofer: "Wenn man bedenkt, wieviel Geld die Stadt in der Vergangenheit etwa für sinnlose Kunstinstallationen ausgegeben hat, muss es doch auch möglich sein, diesen Platz endlich aus der Geiselhaft der Parkgesellschaft frei zu kaufen."

Salzburgs Planungs-Stadtrat Johann Padutsch kann sich einen freien Kajetanerplatz prinzipiell vorstellen, die Pläne im Viertel gehen allerdings noch weiter: "Wir wollen endlich eine würdige und schöne Fußgängerzone", fordern die Kaufleute: "Und das beinhaltet auch, dass die gesamte Kaigasse von den Dauerparkern befreit wird."

Parken in Basteigasse nur für Anrainer
Im Kaiviertel kann man sich vorstellen, dass die Basteigasse ausschließlich zur Parkzone für Altstadtbewohner wird. Und zwar ab jenem Zeitpunkt, an dem die lang herbeigesehnte Tiefgarage der Barmherzigen Brüder mit ihren 297 Stellplätzen im Herbst fertig gestellt ist. "Diese Chance zur Wiederbelebung des Viertel muss die Politik einfach nützen", sagt Bernhofer.

von Wolfgang Weber, Kronen Zeitung

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