Di, 21. November 2017

Ausgezeichnet

21.04.2010 09:08

Unesco-Ehre für Kräuter, Ranggler und Vereinigte

Die Ranggler tragen seit dem 14. Jahrhundert Kämpfe aus, die "Vereinigten zu Tamsweg" gründen auf das Jahr 1738, im Pinzgau wird seit Jahrhunderten Heilwissen weitergegeben. Und sie alle verbindet jetzt der große Name "Weltkulturerbe". Die Unesco übergab am Dienstag an 18 Gruppen aus Österreich Urkunden.

Feierlicher Aufmarsch der Würdenträger: Seitenweise spickten sie ihre Bewerbungen mit Bildmaterial und beeindruckenden Zahlen aus der langen Geschichte. "Eine große Freude", nahm Raimund Schiefer, Kommissär der Bruderschaft "Vereinigten zu Tamsweg" mit einer kleinen Abordnung die Urkunde stolz in Empfang. "Alle 800 Mitglieder hätten keinen Platz gehabt", scherzten die Lungauer, die den Brauch seit 300 Jahren pflegen. Der ehrenvolle Unesco-Vermerk kommt in die Vereinigten-Lade beim Kommissär.

Natur pur im Pinzgau
Freudestrahlend holten sich auch Karin Buchart und Theresia Harrer vom "Pinzgauer Heilwissen" das begehrte Dokument. Bernhard Berger, Unterstützer und Zimmervermieter: "Das Wissen gehört zur Identität unserer Region." Und Biobauer Hubert Stock bietet sogar Kräuter-Lieferungen per Esel an: "Natur pur, unabhängig von der Aschewolke", lachen die Pinzgauer, die schon eifrig ihre Geschäftseröffnung im Alten Zollhäusl bei Unken vorbereiten. Termin: "7. Mai. Es gibt auch viele Muttertags-Ideen wie Kräuterherzerl." Die Urkunde wird erster Wand-Schmuck sein.

Besondere Ehre für Ranggler
Einen besondern Platz bekommt die Unesco-Auszeichnung auch bei den Rangglern: "Wir werden den Wirtsleuten vom Statzerhaus am Hundstoa ein Duplikat überreichen", verrät Günther Heim, der selbst 1965 in den hart umkämpften Hagmoar-Titel holte (im Bild die Nachwuchs-Ranggler Wolfgang und Thomas).

Noch mehr Auszeichnungen
Außerdem für Salzburg hochdekoriert: Die Falkner von der Burg Hohenwerfen, die ihre Tradition österreichweit einreichten. "Wir machen es noch ganz im historischen Sinn mit der reinen Beizjagd", verriet Monika Hiebeler. Und Märchenerzähler Helmut Wittmann aus Oberösterreich, er schrieb auch Salzburger Sagenbücher, lieferte gleich eine Kostprobe.

Auch noch ausgezeichnet: Allen voran für die internationale Liste die Spanische Hofreitschule, Tiroler Bergfeuer, Bleiberger Knappen und viele mehr.

Kronen Zeitung

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