Di, 21. November 2017

Anzeige gegen Jäger

19.04.2010 07:10

Gequälter Rabe bringt Weidmann in Bedrängis

Eine Tierfreundin hat in Hartkirchen einen verstümmelten und verwahrlosten Lockraben (im Bild beim Tierarzt) aus dem Käfig eines Jägers gerettet und dann Anzeige erstattet. Das Landeskriminalamt nahm die Ermittlungen auf. Jetzt sind diese abgeschlossen, der Akt ging an die Staatsanwaltschaft Wels.

Am 13. Jänner fand Adelheid Fletzberger in ihrem Heimatort eine Krähenfalle. Drinnen saß ein verwahrloster Rabe, mit verstümmelten Flügeln und ohne Fressen in der Eiseskälte am Boden. "Ich hatte zuvor einen Hinweis bekommen und bin dem nachgegangen", schildert die Frau. Die übrigens bestens mit dem Jagdgebräuchen vertraut ist – schließlich ist sie selbst schon jahrelang Jägerin.

Obwohl der Begriff Hegerin hier weit besser passt. Die Tierfreundin brachte den armen, geschundenen Vogel zu einem Tierarzt nach Leonding und erstattete Anzeige bei der Polizei. Die in der Folge vom Landeskriminalamt übernommen wurde.

Krähen geschützt
Den Beamten nannte die Frau noch die Standorte weiterer Vogelfallen. Mittlerweile ist der Akt abgeschlossen und wurde an die Staatsanwaltschaft Wels überstellt. "Das Vorsatzdelikt einer Tierquälerei wurde erfüllt, zudem gibt es Verfehlungen gegen das Tierschutzgesetz und den Naturschutz."

Der Grund: Krähen dürfen nicht gejagt werden, sie stehen unter Naturschutz. Außerdem seien gewisse Auflagen der Behörde missachtet worden.

von Johannes Nöbauer, "OÖ Krone" und ooe.krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden