Sa, 18. November 2017

Nach Ärztefehler

26.03.2010 10:02

Frau tot - Witwer kämpft um seine Ansprüche

Vor eineinhalb Jahren ist eine Frau (41) bei der Geburt ihres vierten Kindes im LKH Gmunden verblutet. Bis heute sind die zivilrechtlichen Ansprüche des Witwers und seiner Söhne offen.

Die gespag zahlte bisher für die Betreuung der Familie 3.000 Euro monatlich an die Caritas. Ab April bekommt der Gatte des Opfers Witwer- und Waisenpension, dann will die gespag nur noch 1.388 Euro bezahlen.

"Es laufen wegen der Ansprüche nach wie vor außergerichtliche Verhandlungen. Bis jetzt hat die gespag 50.000 Euro für die Unterstützung und Betreuung der Familie bezahlt. Damit wurde die Familienhelferin und zwei Caritasbetreuerinnen finanziert", erklärt gespag-Sprecherin Jutta Oberweger.

Nur noch Differenz erstattet
"Monatlich hat die gespag bisher 3.000 Euro überwiesen. Ab April bekommt der Betroffene von der PVA monatlich 1.850 Euro Witwer- und Waisenpension. Deshalb werden wir nur noch die Differenz zu den Betreuungskosten übernehmen."

Der Witwer wehrt sich gegen diese Änderung, will aber vorerst nicht Stellung nehmen. Laut gespag wird auch noch um die Beerdigungskosten (8.599 Euro), Adaptierungskosten für das Haus in Pinsdorf (10.000 Euro) sowie Kost und Logis für die Betreuerinnen gestritten.

Vertuschungsversuch
Die Verstorbene war aufgrund eines übersehenen Gebärmutterrisses verblutet. Der Oberarzt wurde wegen fahrlässiger Tötung zu sechs Monaten bedingt verurteilt. Er war ebenso wie sein Primar gekündigt worden, als herauskam, dass sie die Geburtsakten gefälscht haben sollen.

von Christoph Gantner, "OÖ Krone"
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden